Die Jüdische Bevölkerung

Die Juden bildeten – nach dem Bürger und den Schutzleuten -  eine 3. Klasse von Einwohnern.

Der Magistrat konnte den sogenannten „Judenschutz“ erteilen.

Die städtischen Juden, auf der Alt- und der Neustadt wohnhaft, erhielten zwar vom Samtrat einen gemeinschaftlichen Schutzbrief, der alle 12 Jahre erneuert werden mußte, jedoch mußte die ganze Landjudenschaft, und mit ihr die jüdischen Einwohner der Stadt, zusätzlich einen Generalschutzbrief von dem Landesherrn, also in Hildesheim vom Bischof, erhalten. Die Stadtjuden mußten somit nicht nur die Gebühren für den städtischen Schutzbrief bezahlen, sondern zudem noch jährlich 100 Taler zur fürstlichen Kasse entrichten.

Um das soziale Leben der, nur auf gewisse Straßen (u.a. Judenstraße) beschränkt, städtisch wohnhaften Juden kümmerte sich keine städtische Behörde. Der Schutz der verwaisten Kinder und die Verwaltung ihres Guts überblieben dessen Glück oder der Obhut redlicher Verwandten überlassen.       

Keine anderen Gewerbe als Galanterie (modische Accessoires) und Juwelenhandel, Trödel, „Mäklerei“ (Maklerei) und Pfandwucher war ihnen gestattet und wachsame Gildegenossen hüteten die engen Grenzen der jüdischen Industrie.

Judenfriedhof

Seit 1351 sind in Hildesheim 4 jüdische Friedhöfe nachweisbar. Der älteste, als „ole jodenkerckhovven“ bezeichnet, von 1351 lag auf „Losebecker Grund“ (Losbeck), außerhalb der Altstadt, der für die „Schutzjuden“ eingerichtet wurde. In früheren Zeiten mußten die Juden ihre Toten auf Armen- und Pestfriedhöfe beerdigen. Zur Zeit der Judenverfolgungen und -vertreibung aus der Stadt im Jahre 1457 wurde ihnen dieser wieder genommen. Der Begräbnisplatz wurde als Baugrund für die Annenkirche und das dazu gestiftete St.Annenhospital genommen.

Der  zweite Judenfriedhof wurde nach der Wiederaufnahme von Juden um das Jahr 1600 eingerichtet. Er ist heute noch erhalten und befindet sich an der Teichstraße. 1769 reichte er bis zum südöstl. Rande der Steingrube, weshalb die Bezeichnung „Jodenkerckhov (Judenkirchhof)bei der Steingrube“ öfter auftauchte. Bei der späteren Bebauung hat man bedenkenlos manche der alten Grabstätten aufgehoben und Garten- und Hofhäuser in das Gräberfeld hinein gebaut. Heute stehen noch etwa 350 Grabsteine.

Der dritte Friedhof entstand auf dem Gebiet des Moritzstiftes, wo der Stiftspropst im Laufe der Jahre einzelnen Juden Wohn- und Gewerbefreiheit eingeräumt und ihnen eine eigene Begräbnisstelle zuteilte. Er befindet sich heute noch in einem kleinen Waldstück am östl. Rand des Berghölzchens hinter dem Wege zum Katztor. Noch bis ins 19. Jh. hinein diente er der jüdischen Bevölkerung des Moritzbergs als Begräbnisstelle. Die früher im Gebüsch ungeordnet stehenden, teilweise umgefallenen und beschädigten Grabsteine, noch etwa 30 Stück, sind heute im unteren Teil des Friedhofes in Reihe geordnet als flache Gedenksteine in den Erdboden eingelassen.

Ab dem Jahre 1896 finden die jüdischen Begräbnisse auf dem Zentalfriedhof statt, wo ein jüdischer Teilfriedhof mit eigener Bestattungshalle angelegt wurde. 

 

Kar121 Karl Sievert: Allgemeiner Heimat-Kalender, Dokumentation über die unversehrt und unzerstört erhaltenen....., Gerstenberg 1974, Hildesheim, S. 59ff

Judenborn

Die Trennung zwischen Christen und Juden war auch schon früh in Hildesheim sichtbar.

Da traf man z. B. in der Stadt auf einen Brunnen, den „Judenborn“ am Pferdemarkt, der anscheinend 1440 nur für Juden eingerichtet wurde.

 

Joh22 Johannes Heinrich Gebauer: Geschichte der Stadt Hildesheim, August Lax 1924, Hildesheim, Bd. 1, S. 15

 

Pantaleonsgulden

Der „Pantaleonsgulden war eine Art von Abgabe an den Bischof.  

Die Juden waren in früheren Zeiten einer kräftigen Besteuerung unterlegen. Hauptsächlich wurden von den Städten hohe Steuern von ihnen gefordert.  

Die regelmäßigen Abgaben an den Fürsten, in Hildesheim also an den Bischof, waren gering gewesen: etliche Fastelabendhühner, ein paar fette Gänse sowie am Pantaleonstag, dem 27.7., eben den sogenannten „Pantaleonsgulden“. 

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