Mittelalter- Tanzen mit der Gruppe "Gaudium in Saltando"

Ziel soll es sein, eine feste Gruppe aufzubauen, die ein Repertoire an Tänzen des Mittelalter einstudiert, und diese bei Veranstaltungen öffentlich vortanzen kann.
 
Unser Repertoire an mittelalterlichen Schreit-, Kreis-, und Reigentänzen

  • Tourdion
  • Hungaresca
  • Shiarazula Matzula
  • Chapelloise
  • Mulberry Garden
  • Branle du chevaux
  • Branle du rats

 

Wer Lust und Zeit hat, ist herzlich eingeladen mitzuwirken und zu tanzen!
Mehr Infos bekommt ihr via Mail bei mir!

Die nächsten Termine:

25.8.2017 Mittelalter-Tanztraining in Diekholzen

Eine Anleitung für die einzelnen Tänze aus dem Repertoire:

Die Tanzschritte zu den einzelnen Tänzen aus unserem Repertoire
Selbst erstellt! Wer Fehler findet, darf sie gerne behalten!!
Tanzanleitungen.pdf
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7.5.16 Mittelalter- Tanz Workshop in Bad Salzdetfurth


Zusammen mit dem Kneipp Verein in Bad Salzdetfurth haben wir mittelalterliche Tänze gezeigt und zum mittanzen eingeladen. 
Von 15.00-17.00 Uhr haben wir gemeinsam Tourdion, Chappelloise, Schiarazula, Branle des chevaux, und den Mulberry Garden getanzt.
Uns hat es allen viel Spaß gemacht.

Am 5.9.15 sind wir im Caritas Seniorenwohnheim aufgetreten.

Anlässlich des 10 jährigen Jubiläum der Einrichtung wurden wir, die Mittelalter-Tanzgruppe "Gaudium in Saltando" eingeladen, um eine Auswahl an mittelalterlichen Tänzen dem Publikum zu präsentieren.
 


Unser erster öffentlicher Auftritt, am 9.5.15 mit Gaudium in Saltando, auf der Lilie in Hildesheim, als Rahmenprogramm der Diakonie Himmelsthür!

Samstag, 9. Mai: Mittelalterliches Kochen auf der LilieEine mittelalterliche Sage erzählt von einem ständig...

Posted by Stadtjubiläum Hildesheim 2015 on Mittwoch, 6. Mai 2015
Gaudium in Saltando tanzt den Tourdion

Zum 1200-jährigen Stadtjubiläum haben wir Gaudium in Saltando musikalisch begleitet.

Posted by Klanginferno on Sonntag, 10. Mai 2015

Die Presse berichtet über Gaudium in Saltando!


Bilder von unserer Generalprobe am 3.5.15 am Hohnsen-See auf dem Mittelalter Markt.

Auf Schloss Berlepsch wurde beim Frühlingsmarkt auch getanzt....

Sie wollen mittanzen??- kein Problem!

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

Einer unserer neueren Tänze: Branle du rats

Über das Tanzen:

Von der Entwicklung des Tanzes

Getanzt und gesungen wurde sicher immer, seit es Menschen gibt. Zeugnisse davon gibt es bei allen Völkern und vielen historischen Belegen. Auch in Europa spielte sich Tanzen vor allem im bäuerlichen Leben im jahreszeitlichen Rhythmus ab, wie er das Leben auch von der Wiege bis zu den Totentänzen begleitete, aber ebenfalls bei magischen Riten eine wichtige Bedeutung hatte. Fastnachtstänze gehen weit in diesen Bereich zurück. 

Im 15. Jahrhundert trennten sich infolge der sozialen Umschichtung stärker Volks- und Gesellschaftstanz, den schließlich der Adel im Absolutismus bis in die feinsten Vorschriften reglementierte. Auch bei den selbstbewussten Städtern wurde das Instrumentarium umfangreicher. Stadtregierung und Zünfte regelten zum Teil sehr streng das Tanz- und Musikleben innerhalb ihrer Stadtmauern. 


 
Tanz auf dem Lande zum 
Frühlingsanfang mit Maibaum und Dudelsackspieler

Bild von J.M. Weckherlin (1579-1631)
(Ausschnitt)
Über die Musikkultur auf dem Lande, speziell die Kenntnis von Melodien und Tanzformen aus dem Mittelalter und auch noch bis ins 18. Jh. ist recht wenig bekannt. Zum Tanz wurde vielfach nur gesungen. Man schritt und hüpfte dazu in einem Kreis oft noch um die Linde, wie wir das in den Kinderreigen bis heute erhalten haben. Ein besonderer Allgäuer "Roien" wurde überraschenderweise noch um die Jahrhundertwende in der Gegend um Isny aufgezeichnet und ist damit ein Beispiel dieses Reigentanzes, der die Zeit vor 1500 bestimmte. Durchreisende Spielleute brachten neben den gerade aktuellen Neuigkeiten über die Lieder ihre neuen Instrumente mit und spielten zum Tanze auf. Das Paartanzen kam auf. Auf dem Bild von 1650 unten sind Tänzerinnen und Tänzer gesittet in offener und in geschlossener Paarfassung dargestellt, während andere Darstellungen bäuerliche Tanzveranstaltungen mit Saufen und derben Alkoholfolgen schildern.
   
Tanzende Paare
bei einem Tanzfest der Herren von 
Königsegg-Rothenfels 
bei Immenstadt um 1650 (Ausschnitt). Die vornehme Gesellschaft wendet sich etwas ab vom tanzenden Volk, das nach Dudelsack und Schalmei beim "Hahnentanz" um den Preis tanzt. Hahn und das Glas Wasser sind schwer zu erkennen.
(Original im Westallgäuer Heimatmuseum in Weiler)

Interessanterweise haben wir die wenigen schriftlichen Zeugnisse aus der Zeit des Barock (Absolutismus) oft nur aus Gerichtsprotokollen. Es wird bei aller barocken Pracht oft vergessen, dass das einfache Volk durch viele Verbote sich kaum entfalten konnte, ja unter absolutistischer Willkür zu leiden hatte. Aus Siggen (heute in Argenbühl) erfahren wir, dass ein Anton Schäfer "gegeiget und gepfiffen" habe (Querpfeife), und bei anderer Gelegenheit sei "nur die Maultrommel gebraucht" worden. Es ging fast nie ohne Genehmigungskosten oder Strafe ab, d. h. dass an der Kultur des Volkes die Obrigkeit damals noch immer gut mitverdient hatte. Man tanzte dann auch nicht mehr um die Dorflinde, sondern besaß in den Dörfern verschiedentlich Tanzhäuser, die "Tanzlauben", die meist dazu Wirts- und auch Gerichtshäuser waren. Daneben suchte man die Gelegenheit zum Tanz in den Spinnstuben, den Kunkelstuben, was aber auch von der Geistlichkeit argwöhnisch wegen der gefährdeten Sittlichkeit betrachtet wurde. Die "ärgerlichen Tänze, Schleifer oder Walzer genannt", werden in Siggener Protokollen 1780 aufgeführt, wo festgestellt wurde, "dass die Hog- und Kunkelstube zwar erlaubt, wo jedes Geschlecht besonders zusammenkommt, zu nachts aber sollen die Weibsbilder zu Hause bleiben." Und man wolle neben dem Verbot des Tabakrauchens in den Ställen und Scheunen die "ärgerlichen Schleifertänz verbotten und jeden davon abgewarnet haben, widrigenfalls sich jedem selbsten beimessen müsse, wenn er ab dem Tanzplatz mit Spott und Schand fortgeschafft werde". 



Eines der seltenen Notenbeispiele von alten Tänzen: "Schleifer" (Notenbuch Beig, Scheidegg, 1808)

Doch  wurde jede Gelegenheit zum Tanzen genutzt. Man tanzte zur Fasnacht, zum Beginn des Frühlings um den Maibaum, auch zur Sonnenwende, zu der man im Allgäu noch im 18. Jh. um das Feuer tanzte und paarweise durch das Feuer sprang, selbst das Vieh durch das Feuer trieb.    

       

Erst nach der Erntezeit gab es das Fest der "Sichelhenke" oder nach dem Dreschen des Getreides die "Flegelhenkete" oder das  Kirchweihfest, das aber je nach Einweihungstag der Kirche alljährlich gefeiert wurde. Große Feste brachten immer die Hochzeiten, aber auch die Markttage. Im 19. Jahrhundert kamen dazu die Geburtstage der Könige. Selbst zum "Wurstball" wurde eingeladen.   

    

     Zwei Tanzanzeigen aus dem "Argen-Boten"        


Ein "Strohschneider" weist auf das ländliche Arbeitsleben hin (Scheidegg, 1809)

Mit der Demokratisierung im 19. Jahrhundert vollzog sich allerdings auch ein entscheidender Wandel nicht nur in der Gesellschaft und bei den Musikinstrumenten, sondern auch beim Tanz.

Internationales in Stadt und Land
Schon in frühen Jahrhunderten sorgten die umherziehenden Minnesänger, dass die Adeligen auf ihren Burgen mit neuer Musik aller Art und Länder Abwechslung erhielten. Ebenso brachten die Spielleute eher in der Stadt als auf dem Land Musik aus aller Herren Länder unter die Bevölkerung. Besonders während der Zeit des Absolutismus herrschte in Kreisen des Adels und der Kirche ein reger internationaler kultureller Austausch. 

Aber auch über die Grenzen der sozialen Schichtung wanderten Instrumente, Lieder, Musik und Tänze. Tanz- und Musikkultur aus den niederen Volksschichten konnten zu Moden an den Höfen werden, ob es der Dudelsack war, der an den französischen Höfen Mode "chic" wurde oder der Kontratanz, der seine Wurzeln in der Landbevölkerung hatte. 

Mit dem Erstarken des Bürgertums im 19. Jahrhundert setzte eine fast gegenläufige Bewegung ein. Zunächst waren es die Städter, die höfische Kultur als Vorbild nahmen und entsprechend aber auch veränderten. Aus einer Tanz-Anzeige aus dem Wangener Argen-Boten von 1841 kann sehr schön entnommen werden, wie z.B. die einst höfische Tanzmode nun von den Bürgern der Stadt gepflegt wurde. 

Verschiedene Tänze, die wir tanzen....

Unser Programm, wird aber auch laufend ergänzt und es kommen immer wieder auch neue Tänze hinzu.

eine Tanzanleitung vom Workshop im Tanzhaus Buresch in Hildesheim

Anleitung der Tanzschritte, zu den Tänzen die wir beim Workshop im Tanzhaus Buresch getanzt haben.
Die Tourdion, der Hungaresca, die Chappelloise und der Mulberry Garden sind hier zu finden.
Mittelalter-Tanz Workshop Anleitung.pdf
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Wappen der Familie Pepersack
Wappen der Familie Pepersack
Siegelmarke
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Unser Wahlspruch lautet:
humanus esse imprimis

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Mittelalter- Tanzgruppe

Der nächste Termin:25.8.2017
Der nächste Termin:25.8.2017

1-3.9.17: 1367-2017- 650 Jahre Schlacht bei Dinklar

14.10.2017 Minnekonzert mit Holger Schäfer in der kath.Pfarrkirche Diekholzen.

©created by Andrea Höweling,2017
©created by Andrea Höweling,2017

Historische Kostümführungen durch Hildesheim

Der Pepersack ist nun auch beim "Kulturium" zu finden!!

Kultur in der Region Hildesheim
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Die Kirche(n) in Hildesheim, im Mittelalter!

Der neue Städtebund:"Die Hanse"

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Die Zisterzienser in Hildesheim

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Das Siegel der Gewandschneider-Gilde
Das Siegel der Gewandschneider-Gilde

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