Die Zeittafeln des Mittelalter

Zeittafel des 13.Jahrhundert
Zeittafel des 13.Jahrhundert
Zeittafel des Mittelalters
Zeittafel des Mittelalters

Eine recht informative Zeittafel könnt Ihr hier finden: http://www.dielegende.de/Zeittafel.htm

Die Welt des späten Mittelalter
Die Welt des späten Mittelalter

Die Hildesheimer Geschichte

Hildesheim blickt auf eine lange Geschichte zurück. Im Jahr 815 wird hier in Anlehnung an eine vorhandene sächsische Siedlung durch Kaiser Ludwig den Frommen ein Bistum gegründet. Dessen Dombezirk wird wohl in karolingischer Zeit schon mit einer ersten Mauer umgeben. Vermutlich schon in der frühen zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts bildet sich um die spätere St. Andreas-Pfarrkirche (1038 urkundlich erstmals erwähnt) eine frühurbane Siedlung.

St. Michaelis im Winter / Fotograf: Walter Wallott
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St. Michaelis / Fotograf: Walter Wallott

Ab etwa 1010 kommt mit dem Michaeliskloster ein zweiter geistlich geprägter Siedlungsbereich hinzu.
Um 1249 erhält Hildesheim ein Stadtrechtsprivileg, doch ist ein Rathaus bereits 1217 urkundlich belegt. Bereits um 1300 ist die Stadt weitgehend unabhängig vom bischöflichen Landesherrn, kann sich eigene Stadtstatuten erlassen und führt ein Siegel mit der Umschrift Sigillum burgensium de Hildensem (Siegel der Bürger Hildesheims). Alle Versuche des Bischofs, diese weitgehende Unabhängigkeit einzuschränken, scheitern in den folgenden Jahrhunderten. Das Verhältnis zwischen Bischof und Stadt war allerdings nicht nur von Kontroversen geprägt, sondern es gab immer wieder gemeinsame Aktivitäten im Interesse von Landesherr, Herrschaftsbereich (Hochstift Hildesheim) und Stadt. Das heutige Wappen wird Hildesheim im Jahr 1528 durch Kaiser Karl V. verliehen und stellt eine weitere Auszeichnung für die weitgehend selbständige Stadt dar.

Nach einer verspäteten Reformation im Jahr 1542 sorgen im 17. Jahrhundert der Dreißigjährige Krieg und die Gegenreformation für einen wirtschaftlichen Einbruch. Dazu kommt der Verlust der Eigenständigkeit von Hochstift und Stadt, welcher in der Eingliederung Hildesheims zunächst in das Königreich Preußen 1802/1803, dann in das napoleonische Königreich Westphalen (1807-1813) und schließlich in das Königreich Hannover (1813/1815-1866) gipfelt.
Hauptbahnhof von 1884
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Hauptbahnhof von 1884

Hildesheim, seit 1866 wieder zum Königreich Preußen gehörend, beginnt erst im 19. Jahrhundert erneut zu wachsen. Die städtische Infrastruktur verbessert sich durch Anschluss an das Eisenbahnnetz bei Lehrte (ein erster Bahnhof entsteht 1846), 1905 wird die erste Straßenbahnlinie eröffnet. Oberbürgermeister Gustav Struckmann bemüht sich während seiner langen Amtszeit (1875-1909) unter anderem intensiv um die Ansiedlung von Industriebetrieben.
Auch kulturell tut sich im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert einiges: 1859 wird das spätere Roemer-Museum eröffnet, 1888 die Stadtbibliothek, 1909 das Stadttheater und schließlich 1911 das Pelizaeus-Museum. Die beiden Museen werden in den 1970er- und 1980er-Jahren weit überregional durch ihre Sonderausstellungen bekannt und sind 2000 in die Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim GmbH überführt worden.
Der Erste Weltkrieg und die anschließende Wirtschaftskrise haben auf Hildesheim dieselben Auswirkungen wie auf die meisten deutschen Städte, aber im Laufe der 30er-Jahre erholt sich die Stadt. Der Zweite Weltkrieg verschont Hildesheim zunächst, bis zwei Bombenangriffe im Jahr 1945 die gesamte Innenstadt mit ihren zahlreichen Fachwerkgebäuden zerstören. Hildesheim gehört mit 40% vernichtetem Wohnraum zu den am stärksten zerstörten Städten in Niedersachsen.

Die zerstörte Innenstadt wird im Laufe der Jahre wieder aufgebaut (1954 Rathaus, 1960 Dom und Michaeliskirche, 1965 Andreaskirche). Vor allem der historische Marktplatz erstrahlt seit 1989 wieder im alten Glanz.

Der historische Marktplatz / Fotograf: Julian Beuger Der historische Marktplatz / Fotograf: Julian Beuger



Bereits 1985 werden die Michaeliskirche und der Dom zum UNESCO-Welterbe erklärt. Die neueste Errungenschaft der Stadt ist die Stiftung Universität Hildesheim, die erste Stiftungsuniversität Niedersachsens. Sie geht auf eine bereits 1970 eröffnete Pädagogische Hochschule zurück. Daneben gibt es in Hildesheim die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, die auf die 1971 gegründete Fachhochschule Hildesheim (später zur Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen vereinigt) zurückgeht.

Die Geschichte des Bistums Hildesheim

Wappen des Bistums Hildesheim
Wappen des Bistums Hildesheim

Geschichte des Bistums Hildesheim

Das Bernwarddenkmal auf dem Hildesheimer Domhof.
© Bistum Hildesheim
Das Bernwarddenkmal auf dem Domhof.

Seine Blütezeit erlebte die Diözese im Hochmittelalter

Gründung

Im Verlauf der Ausweitung des karolingischen Herrschaftsraums nach Norddeutschland und der damit verbundenen Christianisierung gründete Kaiser Ludwig der Fromme im Jahr 815 das Bistum Hildesheim, dessen natürliche Grenzen im Westen die Leine, im Osten die Oker, im Norden die Aller und im Süden der nördliche Harzrand bildeten.

Blütezeit

Unter den frühen Bischöfen ragte der Liudolfinger Altfrid (851-872) heraus, der sowohl die Kanonissenstifte Brunshausen-Gandersheim und Lamspringe errichtete als auch den zweiten Hildesheimer Dom bauen ließ. Die enge Bindung Hildesheim an die Ottonen und Salier, deren Pfalzbezirk Goslar zum Bistum Hildesheim gehörte, trug wesentlich zur kulturellen wie politischen Blüte des Bistums Hildesheim unter den Bischöfen Bernward (993-1022) und Godehard (1022-1038) bei. Die Hildesheimer Domschule und das Domkapitel galten im 11. und 12. Jahrhundert als „Pflanzschule des Reichsepiskopats“.

Nach dem Brand des Altfrid-Domes im Jahr 1046 baute Bischof Hezilo (1054-1079), der insbesondere durch den eindrucksvollen Radleuchter im Dom bekannt wurde, einen neuen Dom. Dieser wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder moderat verändert und am 22. März 1945 bei der großen Bombardierung Hildesheims völlig zerstört. Zwischen 1950 und 1960 konnte er wieder aufgebaut werden. Die Neuweihe des den Bau Hezilos widerspiegelnden neuen Hildesheimer Mariendomes erfolgt am 27. März 1960. Seit nunmehr über 20 Jahren gehört der Hildesheimer Dom, gemeinsam mit der Hildesheimer Michaeliskirche, zum UNESCO-Welterbe der Menschheit.

Das Hochstift Hildesheim

Das Hochstift Hildesheim, in dem die Hildesheimer Bischöfe von 1235 bis 1802 auch Landesherren waren, konzentrierte sich auf das Gebiet zwischen der mittleren Leine und der Oker. Vom 13. bis 16. Jahrhundert kam es immer wieder zu massiven Auseinandersetzungen zwischen den Hildesheimer Bischöfen und den welfischen Herzögen, die in der Hildesheimer Stiftsfehde (1519-1523) kulminierten.

 

Gründungsreliquiar des Bistums Hildesheim: Silberkapsel frühes 9. Jahrhundert
© Bistum Hildesheim
Gründungsreliquiar des Bistums Hildesheim: Silberkapsel frühes 9. Jahrhundert.

Das Bistum in der Reformationszeit

Ab 1520 konnte sich immer mehr die Reformation durchsetzen, lediglich einige Klöster und Stifte in der Stadt und Umgebung von Hildesheim blieben katholisch. Die energische Haltung von Bischof Burchard von Oberg (1557-1573) und Ernst von Bayern (1573-1612) bewahrte das Bistum Hildesheim im 16. bzw. 17. Jahrhundert vor dem Untergang. Mit Bischof Ferdinand von Bayern (1612-1650) begann die fast 200 Jahre andauernde Reihe der Wittelsbacher Herzöge auf dem Hildesheimer Bischofsstuhl, die neben Hildesheim noch weitere Bistümer im „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation“ regierten; u.a. das Erzbistum Köln.

Fürstbischöfe

Die Fürstbischöfe Friedrich Wilhelm von Westphalen (1763-1789) und Franz Egon Freiherr von Fürstenberg (1789-1825) bemühten sich um strukturelle Reformen für das Bistum und Hochstift Hildesheim. Doch 1802, im Zuge der grundlegenden Veränderungen Europas, verlor auch das Hochstift Hildesheim seine politische Eigenständigkeit, wodurch sich die Bischöfe wieder auf ihren eigentlichen kirchlichen Auftrag konzentrieren konnten.

Säkularisation

1824 wurde das bis dahin räumlich kleine Bistum Hildesheim auf den östlich der Weser gelegenen Teil des Königreichs Hannover ausgedehnt, dem 1834 noch das Herzogtum Braunschweig folgte. Katholische Pfarreien gab es 1824/ 34 lediglich im Stift Hildesheim, im Untereichsfeld, in Hannover, Göttingen und Celle sowie in Braunschweig, Helmstedt und Wolfenbüttel.

19. Jahrhundert

Erhebliche Veränderungen erfuhr das Bistum in Folge der vornehmlich wirtschaftsbedingten Migrationen ab der Mitte des 19. Jahrhunderts. Bischof Eduard Jakob Wedekin (1850-1870) gründete zahlreiche neuen Gemeinden, wie er auch verschiedene Ordensgemeinschaften ins Bistum Hildesheim holte und das katholische Schulwesen weiter ausbaute. Der Kulturkampf (1871/ 72-1884/ 87) unterbrach die positive Aufwärtsentwicklung: Auch im Bistum Hildesheim wurden Pfarreien vakant, mussten die meisten Ordensgemeinschaften das Bistum wieder verlassen und wurde die Philosophisch-Theologische Lehranstalt geschlossen.

Bischof Daniel Wilhelm Sommerwerck (1871-1906) setzte – den Bedrängnissen des Kulturkampfs zum Trotz – den überlegten Expansionskurs seines Amtsvorgängers fort: Das „Netz“ kirchlicher Einrichtungen – Kirche, Schule, sozial-caritative Einrichtung – wurde vor dem Hintergrund eines massiven Anstiegs der Zahl der Katholiken auf rund 210.000 im Jahr 1910 immer dichter geknüpft. Den Mittelpunkt des volkskirchlichen Lebens bildeten dabei die katholischen Vereine.

 

Das Bistumswappen von Hildesheim.
© Bistum Hildesheim
Das Wappen des Bistums Hildesheim.

20. Jahrhundert

Den Bischöfen Adolf Bertram (1906-1914), Joseph Ernst (1915-1928) und Nikolaus Bares (1929-1933) gelang eine moderate Strukturierung und Differenzierung der seelsorglichen Arbeit im Bistum Hildesheim. Parallel dazu regelte das Preußenkonkordat von 1929 die Beziehungen zum Staat neu. Während die Vereine langsam an Bedeutung verloren, rückten die Pfarreien immer mehr in den Mittelpunkt kirchlicher Existenz.

Unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden auch im Bistum Hildesheim die Bewegungsmöglichkeiten der Katholiken immer enger. Bischof Joseph Godehard Machens (1934-1956) bemühte sich in besonderer Weise um den Erhalt der katholischen Bekenntnisschulen, wie er auch immer wieder deutlich gegen den Nationalsozialismus Stellung bezog, beispielsweise bei den von über 10.000 Katholiken besuchten Kreuzwallfahrten nach Ottbergen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg galt es – neben dem Wiederaufbau zahlreicher zerstörter Kirchen, zu denen auch der Hildesheimer Dom gehörte – die katholischen Heimatvertriebenen und Flüchtlinge möglichst rasch und intensiv in das Bistum Hildesheim einzugliedern. Von 1939 bis 1950 stieg die Katholikenzahl von rund 265.000 auf knapp 670.000 Mitglieder an. Bedeutende Orte des Neubeginns im Bistum waren das Flüchtlingsaufnahmelager Friedland, die Jugendbildungsstätte Wohldenberg und der Hildesheimer Dom. In der frühen Nachkriegszeit veränderte sich das Bistum grundlegend. An dieser Entwicklung hatte Bischof Heinrich Maria Janssen (1957-1982) maßgeblichen Anteil. Auf seine Initiative werden über 250 Kirchen in den städtischen Ballungsräumen und den weiten Diasporaregionen des Bistums gebaut.

Bischof Dr. Dr. h.c. Josef Homeyer (geb. 1929) war es während seiner Amtszeit (1983 – 2004) ein besonderes Anliegen, die Kirche von Hildesheim in Auseinandersetzung mit der modernen Gesellschaft zukunftsfähig zu machen. „Auf neue Art Kirche sein“ war inneres Leitthema auch der Diözesansynode, die Bischof Homeyer 1989/90 einberief. Kirche müsse sich beständig wandeln, sich dabei aber immer an Gott ausrichten, war seine feste Überzeugung, die er den Gemeinden des Bistums beständig vermittelte.

Geprägt durch seine Zeit als Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz (1972-1983) suchte der Bischof immer wieder, Kontakte zu anderen Diözesen der Weltkirche herzustellen und zu pflegen. Hervorzuheben ist die Begründung der Partnerschaft mit der Kirche in Bolivien (1987) und die feste Etablierung des Friedensgrundes, einer jährlichen Begegnung mittel- und osteuropäischer Jugendlicher mit Jugendlichen aus dem Bistum Hildesheim. Gegen Ende seiner Amtszeit setzte Bischof Homeyer „Eckpunkte 2020“ in Kraft, eine kurz- und mittelfristige Strukturplanung, die sowohl inhaltliche als auch finanziell-strukturelle Leitlinien für die Zeit bis 2020 setzte. Seit 2006 steht Bischof Norbert Trelle dem Bistum Hildesheim vor.

Wappen der Familie Pepersack
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