Die Seidenstrasse

Auf den Spuren Marco O' Polos...

Seidenstraße - Wer hat nicht schon einmal dieses Wort gehört, und welcher Asienfreund träumt nicht einmal davon, diesen legendären Karawanenweg selbst bereisen zu können und so auf den Spuren Marco Polos zu wandeln?

[1] Northern route - Westward to Black Sea
[2] Central route - Westward to Persia, Mediterranean Sea, Rome
[3] Southern route - Westward to Afghanistan, Iran, India
[4] Eastward to Sian

Wann der Mensch gelernt hat die Seidenfaser zu verarbeiten, verliert sich im Dunkel der Vorzeit. Man erzählt darüber die unterschiedlichsten Geschichten. Hier lesen Sie eine davon:


Die Chinesische Kaiserin Si-Ling-Chi soll der Sage nach (um 3.000 v. Chr.) aus Angst vor einer Schlange auf einen Maulbeerbaum geflüchtet sein und beobachtet haben, wie eine unscheinbare Raupe sich in einen glänzenden Faden einhüllte. Die Kaiserin dachte sich, es sei schön, sich selbst in einen so schönen Faden einzuhüllen. Si-Ling-Chi wurde durch ihre Entdeckung zur Schutzherrin und Göttin der Seidenraupen.

Die Zucht wurde mit kultischen Gebräuchen umgeben und war von nun an Aufgabe aller chinesischen Kaiserinnen. Etwa 2000 v. Chr. schmuggelte eine chinesische Prinzessin, die nach Korea verheiratet wurde, Raupeneier in ihrer Hochzeitsfrisur in ihre neue Heimat. Zur gleichen Zeit wurde Seide auf der Seidenstraße erstmals westwärts aus China exportiert. Die Karawanen zogen unter großen Gefahren ca. 6-8 Jahre aus dem Großreich China nach Westen. Im alten Rom wurde Seide mit Gold aufgewogen. Ein Kilogramm Seide kostete 1 kg Gold.


300 n. Chr. fingen Japan und Persien mit der Zucht der Seidenraupe an. Später, ca. 500n. Chr., schmuggelten zwei Mönche Raupeneier in ihren Wanderstöcken aus China nach Byzanz (heutiges Istanbul), um sie dem Kaiser Justinian von Byzanz zu schenken. Somit war Byzana die Wiege der europäischen Seidenraupenzucht.

Im 13. und 14 Jhdt. waren Italien und Frankreich in Europa vorherrschend in der Raupenzucht und Seidenherstellung. Friedrich der Große förderte Ende des 18. Jhdt. in Deutschland die Seidenraupenzucht, die ca. 1860 fast völlig von Pebrinen (Fleckenkrankheit, die durch einzellige Parasiten über Nahrungsaufnahme zum Tod der Raupen führt) zerstört wurde.

Lediglich zu Zeiten beider Weltkriege gewann die Seidenproduktion in Deutschland wieder an Bedeutung, da sie wegen ihrer Feinheit und Festigkeit als Fallschirmseide benötigt wurde.

 

 

Seit mehr als 2000 Jahren wird auf dieser mehr als 10.000 Kilometer langen Strecke zwischen Peking und Rom Handel zwischen Orient und Okzident betrieben. Dabei handelt es sich nicht nur um eine einzige Strasse, sondern um ein Geflecht aus Haupt- und Nebenrouten auf dem die Karawanen neben dem Transport von Waren auch für den Austausch von Kulturen und Religionen sorgten. Mit ihren Verästelungen in Zentralasien, ihren Wegen nach Indien und Japan dürfte die Gesamtlänge der Seidenpfade weit mehr als 20.000 Kilometer betragen haben. Die Seidenstrasse
Neben der Seide, Chinas wichtigstem Exportgut bis ins 10. Jahrhundert, wurden auch Jade, Teppiche, Tee oder Rhabarber gen Westen transportiert. In umgekehrter Richtung zogen Karawanen mit Pferden, Schmucksteinen, Korallen oder Goldarbeiten. Die Seidenstrasse
Der Name dieser uralten Handelswege ist entgegen aller Vermutungen noch ziemlich jung. Die Bezeichnung Seidenstrasse tauchte zum ersten Mal 1877 in Berlin auf und ist in der Zwischenzeit so geläufig, dass sie in viele Sprachen – sogar ins Chinesische – übernommen wurde.
Als Vorläufer der Globalisierung ist sie aber nicht Vergangenheit – obwohl gegenwärtig ein Großteil des Warenflusses über die Schifffahrt abgewickelt wird, werden heute die ehemaligen Karawanenwege als asphaltierte Pisten, Pipelines oder Eisenbahntrassen systematisch ausgebaut, um eine neue Achse zwischen den Wirtschaftsräumen Europa und Asien/Indien zu bilden.Die Seidenstrasse

Literatur:

Bruno Baumann: Abenteuer Seidenstrasse: Auf den Spuren alter Karawanenwege, 2007, National Geographic Taschenbuch,
ISBN 3-89405-254-6
Frances Wood: Entlang der Seidenstrasse: Mythos und Geschichte, 2007, Verlag Theiss, ISBN 3-80622-068-9
Ariane Audouin-Dubreuil: Expedition Seidenstrasse, 2003, Frederking & Thaler, ISBN 3-89405-624-X
Tschingis Aitmatow: Kindheit in Kirgisien, 2002, Unionsverlag,
ISBN 3-29320-153-9
Tschingis Aitmatow: Der Schneeleopard, 2002, Unionsverlag,
ISBN 3-29320-427-9
Klaus Pander: Zentralasien, 2007, Dumont Kunst Reiseführer, Dumont Reiseverlag, ISBN 3-77013-680-2
Lonely Planet: Central Asia, 2007, Lonely Planet,
ISBN 1-74104-614-9

International Dunhuang Project: Die Seidenstraße online

Das Internationale Dunhuang Projekt ist ein bahnbrechendes internationales Kooperationsprojekt mit dem Ziel, Informationen und Bilder aller Manuskripte, Gemälde, Textilien und Artefakte aus Dunhuang und anderen Fundstätten an der Seidenstraße frei im Internet verfügbar zu machen und ihre Nutzung durch Bildungs- und Forschungsprogramme zu fördern.

Die Partnerinstitutionen des IDP, die sowohl Daten liefern als auch die mehrsprachige Webseite und Datenbank beherbergen, sind:

Wichtige Partner von IDP, die Daten liefern, sind u.a.:

GEO.de:Die Seidenstrassße: Inbegriff einer Sehnsuchtsroute

Für die einen ist sie Inbegriff einer Sehnsuchtsroute, andere halten sie längst für einen Trampelpfad der Globalisierung. Wie sieht sie wirklich aus, die Seidenstraße der Gegenwart? Was ist von ihrem Mythos geblieben? In drei Etappen reisten GEO-Special-Reporter entlang der alten Trassen und suchten Geschichte und Geschichten. Erster Teil: 4000 Kilometer durch China.

 

Zheng Lheng Xing poliert die tellergroßen Schwielen der Kamele, die Stiefel der Reiter aus matt schimmerndem Stein. Eine denkwürdige Reisegesellschaft: Die gemeißelten Tiere tragen Kisten voll unermesslicher Kostbarkeiten, sind hoch mit prallvollen Säcken beladen. Herr Zheng streckt sich, bis er auf Zehen steht. Besonders müht er sich am dicken Mann, dem lächelnden Anführer der Karawane, die im ewigen Aufbruch verharrt. "Ein Kaufmann", sagt Zheng bewundernd. "Sehen Sie sein Gesicht? Oh, er sieht wirklich glücklich aus." Zheng ist das Faktotum am "Denkmal der Seidenstraße", für einen Gartenbaubetrieb kehrt er Wege, sprengt Rabatten und wischt feinen Staub vom Stein. Das Denkmal erinnert an den Beginn der Seidenstraße - von hier, von Chinas erster Hauptstadt Chang'an, die jetzt Xi'an heißt, waren die ersten Kaufleute Richtung Westen gezogen. Das Monument steht auf einer rund 1000 Quadratmeter großen Fläche. Umgeben von gestutztem Rasen, sauberen Bänken, Betonwegen und einem Tor, das Zheng jeden Abend verschließt. "Ich muss zuverlässig sein", sagt Zheng, "dann stellen sie mich irgendwann fest ein."

Takla Makan, Orte ohne Wiederkehr, nennt man die zweitgrößte Sandwüste der Welt. Das über 300.000 Quadratkilometer ausgedehnte Dünenmeer hat im Laufe der Jahrhunderte wenig von seiner Unwirtlichkeit verloren (Foto von: Per-Anders Pettersson)
© Per-Anders Pettersson
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Takla Makan, Orte ohne Wiederkehr, nennt man die zweitgrößte Sandwüste der Welt. Das über 300.000 Quadratkilometer ausgedehnte Dünenmeer hat im Laufe der Jahrhunderte wenig von seiner Unwirtlichkeit verloren

Im Schatten der steinernen Kamele leben

Also nimmt Zheng Lheng Xing, 74 Jahre alt, jeden Morgen seine Zähne aus dem Glas und mischt sich Maisbrei mit Dampfnudeln. Seit 20 Jahren lebt er in einer Hütte im Schatten der steinernen Kamele. Ein mit Kohlen gefülltes Fass steht vor der Behausung, es ist seine Küche. Um ihn herum brüllt der Verkehr Xi'ans, "immer lauter, jedes Jahr", sagt Zheng. Mitunter lehnen Jugendliche ihre Mopeds und Fahrräder an den Zaun, der das Areal umschließt. Dann schimpft er mit ihnen. Und wenn sie trinkend über die Stränge schlagen in der Nacht, immer ausgelassener werden, dann schleppt Zheng seine Matratze vor das Denkmal, damit es niemand besudelt. Am Anfang, Zheng lächelt verlegen, ist er noch mitgeritten, einfach aufgestiegen auf das Denkmal, gleich hinter dem dicken Mann. Am Mittag waren sie in Gedanken schon weit fort: in Samarkand, in Buchara, am Mittelmeer. "Wovon man so träumt", sagt Zheng. Vorbei. Statt seiner ist ein ganzes Land aufgebrochen. In eine Zeit, die Zheng nicht mehr versteht. Nur hier, in diesem Geviert der Erinnerung, fühlt er sich einigermaßen sicher. Hier passiert nichts Neues. Herr Zheng meint, die großen Zeiten seien längst vorbei.

 

Sind Sie das? Der Fotograf Per-Anders Pettersson und ich wollen das herausfinden.

Einwohner auf dem Sonntagsmarkt in Hotan. Einst war die Wüstenstadt am Rande der Takla Makan ein bedeutendes Handelszentrum, in dem nicht nur um Backwaren, sondern vor allem um Seide und Jade gefeilscht wurde (Foto von: Per-Anders Pettersson)

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Einwohner auf dem Sonntagsmarkt in Hotan. Einst war die Wüstenstadt am Rande der Takla Makan ein bedeutendes Handelszentrum, in dem nicht nur um Backwaren, sondern vor allem um Seide und Jade gefeilscht wurde

 

Von Xi'an wollen wir auf dem chinesischen Teil der Seidenstraße bis an den Torugart-Pass reisen, die kirgisische Grenze im Nordwesten. Ein Weg von beinahe 4000 Kilometern, rund ein halbes Jahrtausend nachdem die Seidenstraße ihre überragende Bedeutung im transkontinentalen Warenverkehr verloren hat. Längst haben Schiffe, Züge oder Flugzeuge andere, schnellere Wege gefunden. Die ersten Schritte auf dieser Straße sind wir getorkelt. Das lag am Unternehmergeist von Liu Wen Ping, denn der ist hochprozentig. Seit ein paar Jahren vertreibt der 37-Jährige "Mou Tai", einen Brand aus Sorghum und Weizen. Seine Firma hat über 30 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von rund 50 Millionen Yuan (4,7 Millionen Euro). Einst wurde Maos Lieblingsschnaps nur auf Staatsbanketten gereicht. Seinerzeit auch galt jeder als "Imperialist", der sein eigenes Geschäft führte. Heute, sagt Liu, sind die Besitzer von Lieferservices oder Baubetrieben, von Restaurants und noch so kleinen Garküchen Bürger besten Rufs. Warum? "Weil sie Geld machen."

Die zahlreichen Flüsse der gebirgsreichen Provinz Xinjiang speisen sich vorwiegend aus Schmelzwasser - in der Stadt Korla besonders zum Vergnügen der jungen Bewohner, die hier etwas tun dürfen, was Menschen sonst nicht gelingt: übers Wasser gehen (Foto von: Per-Anders Pettersson)
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Die zahlreichen Flüsse der gebirgsreichen Provinz Xinjiang speisen sich vorwiegend aus Schmelzwasser - in der Stadt Korla besonders zum Vergnügen der jungen Bewohner, die hier etwas tun dürfen, was Menschen sonst nicht gelingt: übers Wasser gehen

Zwei Weisheiten im Gepäck

Liu nimmt eine Flasche aus dem Regal. "Fünf Jahre alt, kostet 1000 Euro." Er wiegt das schlichte Gefäß in der Hand, dann öffnet er es. Der erste Schluck lässt uns röcheln, wir sehen aufs Etikett - 54 Prozent. "Die Flasche ist", sagt Herr Liu triumphierend, "wie wir Chinesen sind: Sieht nach nichts aus, doch sie hat es in sich." Er selbst ist das beste Beispiel. Als mittelloser Bauer kam er aus seinem Dorf in die Provinzhauptstadt, im Gepäck zwei Weisheiten. Die eine ist uralt und besagt, dass es umso gemütlicher wird, je mehr man trinkt. Die andere stammt von Chinas erfolgreichstem Reformer, Deng Xiaoping. "Er sagte, Sozialismus bedeutet, nicht arm zu sein." Eigentlich drückte es der vormalige Parteichef bildhafter aus, auf typisch chinesische Art: "Ob weiße oder schwarze Katzen, fangen sie Mäuse, sind sie gute Katzen." Doch Liu interpretierte den Spruch auf seine Art, und bis jetzt fuhr er gut damit. Der Schnaps wirft genügend Gewinn ab, um sich ein 160 Quadratmeter großes Apartment zu leisten. Und, viel wichtiger, einen Sohn.

Er hat seinen Stammhalter sozusagen ausgehandelt, beim Mah-Jongg-Spiel mit Xi'ans Beamten. Er hat sie gewinnen lassen, er bewirtete sie gut, "ich habe es ihnen gemütlich gemacht", sagt Liu. Am Ende wagte er den großen Einsatz. Söhnchen Liu Xing ist sein drittes Kind. Eigentlich ist dies ein schweres Vergehen im Land der Ein-Kind-Politik, das mit Gefängnis geahndet werden kann. Doch der "Mou Tai" hat unerhörte Kräfte: Er kann selbst Gesetze betäuben.

 

Quelle: http://www.geo.de/GEO/reisen/reiseideen/die-seidenstrasse-inbegriff-einer-sehnsuchtsroute-55648.html

arte.tv:ABENTEUER SEIDENSTRASSE

Die Seidenstraße zwischen Mittelmeer und Ostasien war die größte Handelsroute des Altertums und Mittelalters. Nicht nur Güter, auch Ideen und Know-how fanden auf diesem Weg zu uns.

 

Sie trotzten der sengenden Sonne der Takla Makan, der größten Salzwüste der Erde im Nordwesten Chinas. Sie erfroren fast bei der Überquerung des Pamir-Gebirges. Sie kämpften gegen die Überfälle räuberischer Nomaden, gegen Hunger, Durst und Krankheiten. Und oft genug verloren sie – im schlimmsten Fall ihr Leben. Doch ohne die Händler und ihre Karawanen, die rund anderthalb Jahrtausende über die Seidenstraße gen Westen zogen, sähe unser modernes Europa anders aus.

 

Schätze aus dem Morgenland.

Dieses Magazin, beispielsweise, gäbe es womöglich gar nicht. Denn das Papier und die Kunst des Buchdrucks sind nur zwei der wesentlichen Erfindungen, die auf dem gefahrvollen Wege von China über Zentral-asien und Persien nach Europa gelangten. Wann genau das erste Blatt in Europa ankam, ist nicht belegt. Der Transportweg begann zumeist im chinesischen Xi’an, der früheren Kaiserstadt Chang’aan. Er führte unter anderem über heutige Länder wie China, Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan, den Irak oder Syrien nach Europa. Jedoch nie auf direktem Wege: Die Seidenstraße war ein Geflecht von Handelsrouten, ein kommerzielles Wegenetz. Eine halbe Erdumrundung und Monate, manchmal Jahre, waren die Frachten unterwegs.

 

Beladen waren die Karawanen mit Säcken und Fässern voller Schätze: Gewürze und Tees, Porzellan, feinste Keramik und natürlich Seide. Dazu die Samen exotischer Pflanzen wie Orangen, Pfirsiche oder Weintrauben. In langen Schläuchen gluckerte der Wein besonderer Reben, in kleinen Flakons das Parfüm teuerster Essenzen. Gold, pur oder von den größten Meistern asiatischer Feinschmiedekunst zu Geschmeiden verarbeitet, ging auf die Reise. In den Preziosen glänzten Rubine, Saphire, Smaragde, oftmals auch der angeblich mystische Kräfte besitzende Jade. Auch Glas war darunter, das dem finsteren europäischen Mittelalter zumindest etwas mehr Licht verschaffte. Schwer vorstellbar, wie das zerbrechliche Gut heil in Europa ankommen konnte. Denn nicht nur, dass es buchstäblich über Stock und Stein ging – die Kamele als bevorzugte Lasttiere zeigten sich zudem wenig zimperlich mit ihrer Bürde. Die Zweihöckrigen waren weitaus widerstandsfähiger als ihre Kameraden mit nur einem Buckel obenauf. Sie konnten bis zu 150 Kilogramm tragen, auf Tagesstrecken, die um die 50 Kilometer maßen. Mit ihrem langen Fell ertrugen sie zudem die immensen Temperaturschwankungen von etwa 50 Grad Celsius im Tarimbecken, der zweitgrößten Depression der Erde im äußersten Westen Chinas, und bis zu minus 30 Grad in den Höhen des Pamirs. In den Hochebenen der Gebirge kamen aber auch Yaks, Pferde und Maultiere zum Einsatz. Bis zu 1.000 Tiere waren es am Ende, die samt Treibern, Händlern, Kaufleuten und – so man es sich leisten konnte – bewaffnetem Schutz den Weg in Angriff nahmen.

 

Mit dem Papier kamen die Geldscheine.

Irgendwann fand auch der erste Packen Papier Platz auf einem der Kamele und es entwickelten sich Stätten der Papierproduktion außerhalb Chinas. In Samarkand etwa, wo im 8. Jahrhundert ein nach Rosenwasser duftendes Papier hergestellt wurde. Mit dem Papier kam die Drucktechnik nach Europa – und bald auch die ersten Geldscheine. Politische, religiöse und gesellschaftliche Ideen fanden ebenfalls ihren Platz in den Karawanen, etwa der Buddhismus oder der Konfuzianismus. Getauscht wurde diese Art Gedankengut in den Oasen. Hunderte zogen sich entlang des Wegenetzes. Sie waren Märkte, auf denen die Ladungen von den chinesischen Händlern etwa an die Perser, weiter an die Syrer bis zu den Römern übergingen. Dieser Zwischenhandel verteuerte die kostbaren Güter um ein Vielfaches. Manches allerdings wurde heimlich weitergegeben. Wie die Samen des Maulbeerbaumes: Angeblich waren es Mönche, die sie unter ihrer Kutte in den Westen schmuggelten. Aus der Rinde dieser Bäume wurde das erste Papier gemacht. Doch Maulbeerbäume sind zugleich Nahrung und Heimstatt der Seidenraupe. Deren feinfädriger Kokon ist Grundlage für die Herstellung von Seide. Auch Kokons gehörten darum, einer Legende zufolge, zur Konterbande der Mönche. Da war die Seide schon einige Jahrhunderte wichtigstes Exportgut auf der Seidenstraße.

 

Bereits im 14. Jahrhundert hatte der verstärkte Handel über die Küsten Asiens der Seidenstraße den Rang abgesegelt – zu jener Zeit, als sich der wohl berühmteste Reisende auf der Seidenstraße bewegte. Von Venedig bis zur Ostküste des chinesischen Riesenreiches war der Venezianer Marco Polo unterwegs. Seine Aufzeichnungen im „Buch von den Wundern der Welt“ machten ihn legendär. Doch vieles, was er erlebt haben will, ist höchst umstritten. So erwähnt Polo nie die Große Mauer, die allgegenwärtigen Essstäbchen oder den Kompass. Auch der Buchdruck ist ihm keine Zeile wert. Immerhin sind die Handschriften seiner Berichte auf Papier veröffentlicht. Einem der vielen wunderbaren Dinge, die via Seidenstraße zu uns gelangten.

 

Quelle: http://www.arte.tv/de/abenteuer-seidenstrasse/3602662,CmC=3602678.html

Die Marco-Polo-Fährte – Abenteuer Seidenstraße (1/5 bis 5/5)

Marco Polo gilt als der „größte Reisende“ aller Zeiten. Von 1271 bis 1295 reiste der junge venezianische Händler von Venedig bis Peking, wo er das Vertrauen des Kaisers von China gewann. Sein Buch „Die Wunder der Welt“ ließ Europa im Mittelalter staunen. Doch wie lief es damals für Marco Polo auf der „Großen Seidenstraße“? Was für ein Mensch war er? Gelangte der damals 17Jährige wirklich bis an den chinesischen Kaiserhof? Bradley Mayhew, Brite, 40 Jahre alt, ist ein Profi-Traveller der heutigen Zeit. Er schreibt Reiseführer für Lonely Planet, jenen Verlag, der die Bibeln der Backpacker herausgibt. Bradley bereist noch einmal jene Route, auf der im 13. Jahrhundert Marco Polo unterwegs war.

 

8.000 Kilometer über Land, immer der Seidenstraße entlang, von Venedig bis Peking. Über eiskalte Pässe, durch orientalische Oasen und unwirtliche Wüsten, mit Bus, Lkw oder per Anhalter, das Buch Marco Polos im Rucksack. Spurensuche, Faktencheck, Detektivarbeit - 750 Jahre später. Rolf Lambert und Bernd Girrbach haben den sympathischen Briten begleitet und zeigen sein Reise-Experiment in fünf Teilen.

17 Jahre alt war Marco Polo, als er 1271 von seiner Heimatstadt Venedig aus zu einer Reise aufbrach, die ihn zur Legende machen sollte. Und in Venedig, zur Zeit des Karnevals, nimmt auch der britische Reiseführer-Autor Bradley Mayhew die Fährte auf. Er wird ihr bis nach Peking folgen.

In der Lagunenstadt findet Bradley das Viertel, in dem die Familie Polo einst lebte. Und Steffano Nicolao, der berühmte Kostümschneider Venedigs, weiß, welche Kleidung man vor 750 Jahren trug, wenn man zu einer Reise auf der „Großen Seidenstraße“ aufbrach. In der alten Kreuzfahrerstadt Akko, heute im Norden Israels, betrat Marco Polo erstmals asiatischen Boden. Bradley betritt das Terrain des Nahost-Konflikts. Und sieht wie sich Völker und Religionen unentwirrbar verbissen haben, im Kampf ums Heilige Land, damals wie heute. Marco Polo reiste mit seinem Vater und Onkel. Ihre nächste Station war Jerusalem, wo sie Öl aus der Grabeskirche für den Kaiser von China einkauften. Der Nahost-Konflikt verhindert, dass Bradley wie einst der Venezianer per Schiff an die türkische Mittelmeerküste reisen kann. Er muss einen Umweg nehmen, über Syrien, über die alte Handelsstadt Aleppo, wo sich 6.000 Geschäfte zum längsten überdachten Basar der Welt reihen. Im Labyrinth der Gassen wird die Seidenstraße greifbar, bis heute, meint Bradley. Der Hafen von Layas, heute in der Türkei, war im 13. Jh. die europäische Endstation der Seidenstraße. Von hier folgt Bradley der Spur Marco Polos in den Nordosten der Türkei.

Dokumentation von Rolf Lambert und Bernd Girrbach, SWR/2011


SFR Dokumentation über die Seidenstrasse

Peter Gysling nimmt das Fernsehpublikum mit auf ein grosses Abenteuer: Er bereist eine der Nordrouten der Seidenstrasse, von Venedig nach Xi‘an. Die erste Etappe führt von Venedig in Italien bis nach Trabzon in der Türkei.
Quelle:http://www.srf.ch/play/tv/dok-seidenstrasse/video/seidenstrasse-17?id=ba5e4cb4-593f-4fa6-af00-69d8bb3509f9

Wappen der Familie Pepersack
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Der nächste Termin:24.3.2017
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Historienlithografie, um 1840)
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