Bierkrieg

Gegen Ende des 15. Jh. gab die Biersteuer (-Ziese) Anlaß zu einem größeren Konflikt zwischen Bischof Berthold II. und der Stadt.  

Das Bier war damals nach dem Brot der bedeutendste Verbrauchsgegenstand der damaligen Zeit und die Stadt versah einen großen Teil des Sprengels mit ihrem sehr beliebten „Broyhan“.  

Um nun der erdrückenden Schuldenlast einigermaßen Herr zu werden, schrieb Bischof Barthold eine neue Biersteuer aus, und zwar in der Form, daß er das „Gemäß“ verkleinerte, damit dem Trinker allein die Steuer zur Last fällt. Jedoch lehnte sich die Stadt mit aller Macht gegen diese Beschränkung ihres Privilegs auf. Ein Vertrag vom 29.7.1483 schien die sogenannte „Bierfehde“ abzuschließen: gegen Zahlung von 3.000 Goldgulden verzichtete Bischof Barthold auf die Akzise.  

Mit dieser Summe war jedoch dem hochverschuldeten Stift in keiner Weise geholfen. Bischof Barthold forderte die Stadt auf, sich an den bestehenden Schulden des Stifts zu Beteiligen, da sie ja „für das allgemeine Beste“ gemacht wurden. Dieses wies der Hildesheimer Rat jedoch erbost zurück.  

1485 waren Stadt und Bischof total entzweit. Die Stadt errichteten nun, um sich gegen den Bischof zu schützen, durch den Johanniskirchhof und den Gärten der Geistlichen in der Venedig Gräben und Wälle, errichteten das Dammtor und eine feste Warte auf dem Steinberg. Bischof Berthold, der sich inzwischen mit Herzog Wilhelm v. Braunschweig verbündet, schnitt die Stadt von der Zufuhr von Lebensmitteln ab. 1486, als die Streitigkeiten ihren Höhepunkt erreichte, berief Bürgermeister Reiner von Alten die Bürger zusammen und fragte sie, ob sie Krieg oder „schimpflichen“ Frieden haben wollen. Alle forderten Krieg.  

Daraufhin belagerte Heinrich v. Calenberg, ebenfalls ein Verbündeter des Bischofs, Hildesheim und führte Geschütze auf den Galgenberg auf, stürmte die neu errichtete Warte auf dem Knebel und verbrannte die Pässe zu Bettmar, Uppen und Itzum.  

Durch die Beschießung litt die Stadt nun arg an Mangel von Lebensmittel. In dieser Not schickten ihr die verbündetet Städte unter dem Schutz von 700 „Reisigen“ (gewappnete Dienstleute bzw. berittene Begleitpersonen) und 800 Knechten 250 Wagen mit Lebensmitteln, die mit ihrem Transport auch glücklich in der Stadt eintrafen.  

Als sich immer noch keine Einigung eintritt, schritt nun die Reichsgewalt ein und gebot Frieden. Da durch die gegenseitigen Plünderungen und Verheerungen die Kräfte erschöpft waren, wurde der geforderte Frieden am 20.12.1486 beschlossen.  

Von der Biersteuer war nicht mehr die Rede. 

 

Die Hildesheimer Bierfehde
Die Hildesheimer Bierfehde 1481-86-Geschichts- & Medienagentur Rainer Kasties M.A.
20.03.2010
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