Der Handel mit der Levante

Als Levante (ital. für „Sonnenaufgang“, steht allegorisch für den „Osten“ und das „Morgenland“) bezeichnet man im weiteren Sinne die Länder des östlichen Mittelmeeres, folglich alle Länder, die östlich von Italien liegen, besonders die griechische Halbinsel und die griechischen Inseln, die mediterranen Küstengebiete der Türkei, Zypern, den Libanon, Palästina, das historische Syrien und Ägypten.

 

Im engeren Sinn umfasst die geografische Bezeichnung Levante Küsten und Hinterland der Anrainerstaaten der levantinischen Küste, also der östlichsten Küste des Mittelmeeres, nämlich die heutigen Staaten Syrien, Libanon, Israel, Jordanien sowie die palästinensischen Autonomiegebiete.

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Aus europäischer Sicht erhielt die Levante durch die intensiven Handelsbeziehungen mit italienischen Stadtstaaten eine besondere Bedeutung, die bereits lange vor den Kreuzzügen im frühen Mittelalter mit dem Byzantinischen Reich (etwa in Ephesos) und sogar den Seldschuken etabliert waren. Die Levante war ein wichtiger Umschlagplatz für Orientwaren, die über den Indischen Ozean und die asiatischen Karawanenwege herangeschafft wurden und die man gegen europäische Erzeugnisse wie zum Beispiel Tuche eintauschte. Der Levantehandel trug erheblich zum Reichtum von Städten und Stadtstaaten wie Genua und Venedig bei, wurde aber durch das Vordringen des Osmanischen Reiches schwer gestört, da die Osmanen in der Mitte des 15. Jahrhunderts eine Handelssperre verhängten. Durch die Erschließung neuer Seewege im 15. und 16. Jahrhundert nahm die wirtschaftliche Bedeutung der Levante stark ab.

 

Mittelalterliche Karte der Levante
Mittelalterliche Karte der Levante

Der Handel während der Kreuzzüge

 

Die beginnenden Kreuzfahrten trafen mit diesen Bestrebungen zusammen.

Die Donaustädte gewannen gleich beim Beginne derselben; die Flussschifffahrt steigerte sich, die Donau war mit Schiffen bedeckt, die nicht im Stande waren, die Massen der Kreuzfahrer weiter zu befördern.

 

Regensburg wurde um diese Zeit, allmählich die am meisten bevölkerte und wichtigste Stadt Deutschlands. Von hier aus unternahm Konrad III. seinen Kreuzzug (1147), und später Heinrich der Lowe seine Wallfahrt nach Jerusalem,

 

1172. Regensburg vermittelte den Verkehr zwischen dem Osten und Westen, dem Süden und Norden. Die Blüte dieser Verkehrstätigkeit ist jedoch in eine spätere Zeit zu setzen.

Der Warenzug vom Norden nach Süden ging von Kiew und Danzig bis nach Venedig.

 

Trentschin an der Oberwaag war ein Hauptruhepunkt; hier liefen drei Straßen zusammen, aus Preußen, Polen und seit dem 12. Jahrhundert aus Russland; letztere ging wahrscheinlich über Lemberg an die Donau.

 

Regensburger hatten in Kiew Handelshäuser und bezogen auch den von weit und breit besuchten Markt daselbst. Auch den Handel nach Italien vermittelten die Regensburger *).

 

Am Ende des 10. Jahrhunderts waren die nach Italien führenden Straßen schon von zahlreichen deutschen Kaufleuten besucht Der Handelsweg ging anfangs über Aquileja, welches durch seine Safranmärkte berühmt war. Im 12. Jahrhundert scheint auch nach dem Westen ein lebhafter Verkehr stattgefunden zu haben, der sich vielleicht einerseits bis an den Oberrhein und Straßburg ausdehnte, andererseits über Frankfurt an den Niederrhein ging.

 

Neben Regensburg steht Wien, durch die babenbergischen Herzöge unterstützt, unter den Donaustädten obenan, welches bald mit jenem wetteiferte. Auch Haimburg und Enns, damals zu Steiermark gehörig, besaßen eine Zeit lang selbstständigen Handelsbetrieb. Haimburg wurde von Wien gänzlich überflügelt; der Ostermarkt zu Enns war von vielen Kaufleuten aus Ungarn, Böhmen, Polen, Russland und fast allen deutschen Gebieten besucht.

 

Die Handelsgegenstände waren Getreide, Holzwaren, Obst, Wein, Metalle, Schlachtvieh, Seidenzeuge, Gewürze u. a. m. Seit Wien die bleibende Hofstadt der babenbergischen Herzöge geworden war, wurde es für den Landhandel durch die Ausbeutung seiner für denselben günstigen Lage von hervorragender Bedeutung;

 

Regensburg wurde allmählich verdrängt. Das älteste Stadtrecht Wiens, von Leopold dem Glorreichen 1198 erteilt, enthält einige Verordnungen, welche auf die Hebung des Verkehrs günstig wirkten. Eine Behörde von 24 Bürgern sollte den Handelsverkehr beaufsichtigen, eine andere von 100 Männern „aus allen Gassen, wo die Verständigern wohnten," wurde eingesetzt.

 

Zwei aus ihrer Mitte sollten zugegen sein, wenn etwas verkauft, verpfändet oder verschenkt wurde. Der Gebrauch falscher Maße, Gewichte und Ellen wurde bei Geldstrafe verboten. Der wichtige Grenzort Enns erhielt 1212 ein Stadtrecht. Der Monopoliengeist der Bewohner Österreichs rief einige den Verkehr mit Fremden hemmende Beschränkungen hervor.

 

Bei Strafe von zwei Mark Gold war es fremden Kaufleuten „Schwaben" — wie alle Deutschen jenseits Passau und Regensburg genannt wurden, — verboten über Wien hinaus ihre Waren zu verführen. Auch durften sie sich nur zwei Monate in Wien aufhalten und ihre Waren nur Wiener Bürgern verkaufen. Der Kauf von Gold und Silber wurde verboten.

 

Der günstigen Lage hatte es Wien zu danken, dass der Handel einen fortwährenden Zuwachs erhielt und der Wohlstand immer mehr zunahm. Jedoch bildeten „gemäß den bürgerlichen und polizeilichen Satzungen, weichliche, üppige Sitten, nicht ohne stolzes Selbstgefühl auf ein in Hülle und Fülle ausschießendes Leben; Sorglosigkeit, sinnlich derbe Genusssucht .... den hervorstechenden Charakter des frühesten mittelalterlichen Wiens"*).

') In Regensburg war freilich der Bischof ein Anhänger des Kaisers. *
*) Ueber den deutsch-italienischen Verkehr: Erdmannsdorf er, De commercio quod in ter Venetos et Germaniae civitates medio aero intercessit. Leipzig 1858; über Regensburgs Thfitigkeit S. 11. Vgl. Hüllmann, Städtewesen I. S. 347.

 

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Straßen nach Italien

Unter den sächsischen Städten treten Erfurt, Halle und Leipzig hervor. Die Erfurter Tuchmacher und Lohgerber lieferten dem Export mannigfache Arbeiten. Der Handel mit Waid, welcher in der Umgebung der Stadt vielfach angebaut wurde, war schon im 14. Jahrhundert ziemlich beträchtlich. Die Stadt war auch ein bedeutender Stapelort für den Durchfuhrhandel, da sie an, der Verkehrstraße von Süddeutschland nach dem nordöstlichen Gebiete lag. Die Thüringischen Lande brachten hierher ihre Naturprodukte, Korn, Holz und Kohlen, um sie dann weiter zu vertreiben. Halle vermittelte den Handel mit dem slawischen Gebiete, der Betrieb seiner Salinen war schwunghaft, die schon früh vorhandenen Salzstraßen erstreckten sich über Torgau in die Lausitz nach Böhmen, über Zeiz in das Vogtland und Franken; auch Seilerarbeiten, Holz- und Eisengerätschaften waren Gegenstände seines Betriebes. Die Handelsbedeutung der Stadt wurde im 15. Jahrhundert durch das benachbarte Leipzig überflügelt, dessen Neujahrsmessen bald von zahlreichen Kaufleuten besucht wurden; die eifrigen Proteste und Klagen Halles am kaiserlichen Hofe konnten auf die Länge den immer mehr zunehmenden Markt Leipzigs nicht unterdrücken.

 

Bamberg und Würzburg besaßen einen beträchtlichen Zwischenhandel; doch entwickelte sich in letzterer Stadt auch teilweise ein ganz eigenartiger Verkehr. Gewerbe und Handel traten hier früh hervor „und seine Tätigkeit den Donau- und den Rheinhandel zu verbinden und die Mainschifffahrt zu unterhalten, war stets eine lebhafte."

Die Märkte zu Frankfurt a. M. erlangten erst am Ende des Mittelalters große Bedeutung.

 

Der Platz wird der Mittelpunkt zwischen dem Nordosten und Südwesten, ein Hauptort für den Geldhandel, wo Kaufleute aus den niederländischen Städten, Sachsen, Thüringen, Böhmen, Mähren, Schlesien und Preußen sich einfanden. Die Frankfurter waren dabei wenig selbsttätig; nur an dem Vertriebe der Rhein- und Mainweine nach Brabant haben sie sich in ausgedehnterem Maßstab beteiligt.

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