St.Andreas

St. Andreas, die Bürgerkriche in Hildesheim
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hist. Ansichten, rund um St. Andreas, Hildesheim

2 Grabplatten der Familie Brandis aufgetaucht

2 Grabplatten der Familie Brandis aufgetaucht!
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Andreaskirche

Die evangelisch-lutherische Bürgerkirche St. Andreas ist eine der großen Hauptkirchen von Hildesheim. Mit 114,5 Metern Höhe ist der 1883 errichtete Turm der St. Andreaskirche der höchste Kirchturm Niedersachsens. Er ist über 364 Stufen zugänglich und bietet einen weiten Rundblick über die Stadt und das Umland.

Vorbild für diese Kirche könnten außer französischen Kathedralen der St. Veitsdom in Prag gewesen sein.

Die Bauzeit dauerte weit über einhundert Jahre, bis zur Fertigstellung des Turmes in seiner jetzigen Höhe sogar fast fünfhundert Jahre. Viele Bauunterbrechungen waren durch Kriege, Fehden, Materialmangel, fehlende Finanzmitteln und Pestzeiten bedingt.

Der früheste Kirchbau mit dem Patrozinium des Apostels Andreas war eine schlichte vorromanische Kapelle, deren Existenz schon für das Todesjahr Bischof Bernwards 1022 angenommen wird. Bischof Godehard wurde hier nach seinem Tod 1038 für die Trauerbekundung des Volkes aufgebahrt. In romanischer Zeit verlagerte sich das Zentrum der Markt- und Handwerkersiedlung aus der feuchten Niederung zwischen Domburg und Michaeliskirche („Alter Markt“) hierher, und die Kapelle wurde durch eine romanische Kirche mit mächtigem Westwerk ersetzt.

Im Jahre 1389 begann der Bau der Andreaskirche, unter Einbeziehung des romanischen Westwerks und Beibehaltung des basilikalen Querschnitts, der von der Bürgerschaft der Stadt in den jetzigen Maßen geplant war. Diese Bürgerkirche sollte durch Größe und Ausstattung des 80 m lange, 35 m breite und 27 m hohe Kirchenbau vom Selbstbewusstsein, Stolz und Reichtum der Bürger künden. Ihr Standort im Bereich zweier wichtiger sich kreuzenden Handelswege war ein bedeutender Platz, wo sich im Mittelalter Handel, Handwerk, Schule, Krankenpflege und kirchliches Leben zusammenfügten.

Der Baumeister war vermutlich Peter Parler oder ein Schüler.

Das nördliche Kirchenschiff wurde 1404 errichtet, der Turm 1503. 1504 wurde das Langhaus mit den Seitenschiffen bis an den Turm herangeführt. Der Turm erreichte jedoch erst 1883 seine endgültige Höhe, vorher ragte er kaum über den Rest des Gebäudes hinaus. Erst am 10.11.1883, dem 400. Geburtstag Martin Luthers, wurde der Grundstein zum Weiterbau des Turmes zu seiner jetzigen Höhe von 114,5 m gelegt.

Der Innenraum erinnert mit Chorumgang und Kapellenkranz im Osten an französische Kathedralen. Der Eingang durch das Westportal führt in die schmucklose Turmhalle. Von hier bietet sich ein großartiger Blick über die Vorhalle in das aufsteigende Mittelschiff bis zum Altar und den Buntglasfenstern im Hintergrund. Nach einigen Abwärtsstufen wird die Vorhallenwand nach Osten von einer Mauer eines romanischen Westwerks von 1140 begrenzt. Sie ist erhalten geblieben von einem kleineren Vorgängerbau einer dreischiffigen romanischen Basilika. Nach 14 Stufen Aufstieg steht man unter der Orgelempore, und es öffnet sich der Blick in das heutige großartige 28,6 m hohe Sterngewölbe, das mit seinen Rippenstrahlen die einzelnen Raumabschnitte des Hauptschiffes verbindet. Die Seitenschiffe gehen in einen um den Altar führenden Kapellenkranz (5 Kapellen) über.

Die Bronzekunstwerke im Altarraum wurden von Ulrich Henn, Leudersdorf, Eifel, geschaffen.

Wie die Marktkirchen in vielen anderen deutschen Bischofsstädten repräsentierte St. Andreas im Hochmittelalter das bürgerliche Selbstbewusstsein gegenüber der landesherrlichen Gewalt des Bischofs (Hochstift), die sich im Dom darstellte. In der Reformationszeit verband sich dieser alte Machtgegensatz mit der religiösen Frage. Folgerichtig war St. Andreas 1542 die erste Kirche Hildesheims, in der lutherisch gepredigt wurde und von wo aus Johannes Bugenhagen die neue evangelische Kirchenordnung einführte. Daran erinnert seit 1995 ein Brunnen-Denkmal von Ulrich Henn auf dem südlichen Vorplatz der Kirche.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Andreaskirche bei einem Luftangriff am 22. Februar 1945 an mehreren Fenstern beschädigt. Beim schwersten Luftangriff auf Hildesheim am 22. März 1945 brannte sie völlig aus, nur die schwer angeschlagenen Umfassungsmauern und der Turm blieben stehen. Abgesehen vom Dom wurde keine andere Kirche in Hildesheim so stark beschädigt wie St. Andreas. In den 1950er-Jahren wurde sie annähernd originalgetreu wieder aufgebaut.

In der Basilika befindet sich eine der größten und schönsten Orgeln Norddeutschlands, ein Werk der Firma Beckerath, mit nunmehr 64 Registern und 4734 Pfeifen, der der mächtige Kirchenraum ein ungewöhnliches Klangvolumen verleiht. Regelmäßig finden Orgel- und Chorkonzerte statt.

 

Glocken

Im Turm hängen vier Glocken, wobei drei von ihnen Leihglocken aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten sind. Die klangvolle Osanna stammt aus der Danziger Marienkirche. Die große Glocke ist ein Geschenk der Stadt Hildesheim. Die Glocken sind auf die des Domes abgestimmt.

 

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