Ersame Gestære, fruntliken grut tovoren!

23.05.2016 Bilder vom Tanzworkshop für Renaissance Tänze, Schloss Gifhorn, sind in der Bildergalerie online Bildergalerie 2016

Über uns, unser Hobby; Das Mittelalter und die Zeit der Familie Pepersack.

Fotoshooting,2015,Hildesheimer Marktplatz
Fotoshooting,2015,Hildesheimer Marktplatz

Herzlich Willkommen auf unserer Webseite, schön das Sie den Weg hierher gefunden haben.
Dies ist unsere Webseite zu der Geschichte der Familie Pepersack aus Hildesheim, die 1538 bei einer der vielen Pestwellen, im Mannesstamm erloschen ist.
 
Wir beschäftigen uns intensiv mit dem Zeitrahmen des 14. Jahrhundert und mit der Familiengeschichte der alteingesessenen Kaufmanns- und Ratsherrenfamilie Pepersack, sowie der Hildesheimer Stadt- und Bistumsgeschichte.

2011 habe ich meine Ausbildung(VHS-Hildesheim) zum Stadtführer erfolgreich abgeschlossen und seit 2008 beschäftige ich mich schon intensiv mit der mittelalterlichen Geschichte von Hildesheim. Insbesondere fasziniert mich die Geschichte der Hanse, die Familiengeschichte der Pepersack und das Zeitalter des späten Mittelalter.
Als Kostümführer biete ich, ganzjährig, Führungen, auf den Spuren der Familie Pepersack durch Hildesheim an.
  
Sie können hier, auf dieser Webseite, einen Einblick in die Zeit des Mittelalter in Deutschland und Europa bekommen.
Die Warenkunde eines hanseatischen Kaufmann kennen lernen.

Auch in Hildesheim, wie anderswo, begann im 13. Jahrhundert, gleichzeitig mit dem Anstieg des Bevölkerungswachstum und des vermehrten Aufkommen im Handel, mit den durch die Fernhändler mitgebrachten Neuerungen aus Italien, welche die Finanzgeschäfte vereinfachten, mit Herausbildung der Schriftlichkeit, der Zunahme von Bildung unter den aufstrebenden Bürgern einer Stadt eine aufstrebende Periode des Städtewachstum.

Ebenso nahmen mit dem Aufkommen der städtischen Autonomiebestrebungen, die Auseinandersetzungen zwischen dem eigentlichen Stadtherren(Bischof) und den Stadtbürgern(Rat der Stadt) zu, allen voran dem aus den vornehmsten Familien der Stadt, besetzten Rat, dem Patriziat der Stadt.

Von 60 Familien die urkundlich erwähnt wurden und zur Hildesheimer Oberschicht gehörten, hatten 11 Familien einen ständigen Sitz im Rat, der auch in der jeweiligen Familie "weitervererbt" wurde.
 
Die Familie Pepersack, 1257 das erste Mal urkundlich erwähnt, gehörte zur bürgerlichen Führungsschicht in der Hildesheimer Altstadt.
Sie waren Ratsherren und Bürgermeister, aus ihren Reihen gingen Geistliche hervor, staatstragende Führungspersonen, sie machten ihren Reichtum mit dem Handel von auswärtigen Tuchen, aber wie zu jener Zeit üblich auch mit dem Getreidegroßhandel, den Rentengeschäften, dem Geldverleih- oder mit Grundstückserwerb und Veräußerungen.
 
In unserem Kontor finden Sie die Waren von verschiedenen Lieferanten, hist. Schuhwerk, Trippen und vieles mehr, Gewürze und kostbare Stoffe, wie Brokate und Damast Stoffe. Liköre ebenso wie Gewandung für den Mann, die Frau und das Kind.

Für uns gilt, wir haben selbst keine Waren auf Lager oder haben einen Einzelhandel!

Wir vermitteln ausschließlich zwischen Angebot und Nachfrage!

Wir beantworten gerne Ihre Fragen zu einzelnen Produkten, bei Stoffmuster Bestellungen(Firma Sartor-Stoffe.cz) müssen wir Sie aber an die Firma direkt verweisen!

 

Unser Kontor erfüllt den alleinigen Zweck, dieser Webseite einen geschäftlichen Hintergrund zu geben, und es Ihnen zu ermöglichen, sich mit den Waren des Mittelalter einzudecken.
Wir vermitteln ausschließlich zwischen Angebot und Nachfrage! 

Mittelalter-Seespektakel,Hildesheim ©2016
Mittelalter-Seespektakel,Hildesheim ©2016

Im Mittelalter entstanden die Familiennamen meistens nach dem Beruf oder dem Ort, wo ein Mensch ansässig war, also der Müller, Schneider, Bäcker, Paternostermaker...oder von Hildesheim, von Bremen, etc...
Daher vermute ich, das bei der Familie Pepersack eben auch der bekannte Pfeffer eine gewichtige Rolle gespielt haben dürfte?! Nachgewiesen ist es allerdings noch nicht.

 

Die Familie Pepersack war nachgewiesener Maßen im Tuchhandel und Getreidehandel engagiert.
Was auch kein Wunder war, lieferten die fetten Böden der Hildesheimer Börde, Jahr für Jahr reiche Ernten und ermöglichten nicht nur der Stadt regelmäßig ihre Speicher zu füllen, sondern Überschüsse an die anderen Städte zu exportieren.  

 

Maße und Gewichte spielten im mittelalterlichen Handel eine gewichtige Rolle!

Der Wert der Münzen wurde am darin enthaltenden Silber und Goldgehalt bemessen, "cm" als Längenmaß war noch vollkommen unbekannt. Jede größere Stadt mit eigenem Marktrecht und

vielleicht einer Messe hatte eigene Hohl und Längen Maße, die für fremde Kaufleute zumeist am Rathaus angebracht waren, wo dann jeder sich vergewissern konnte ob ihm/ihr Recht widerfahren war.
Der Marktvogt mit seinen Bütteln überwachte an den Markttagen, die Ordnung und Einhaltung der vorgegebenen Maße und Gewichte.

In Hildesheim war die Rathauswaage an der Rückseite des Gebäudes aufgebaut und stand vor allem den gut betuchten Großkaufleuten und Fernhändlern zur Verfügung, alle anderen mussten Gebühren an den Waagemeister zahlen, um ihre Waren wiegen zu dürfen.
Und nur mit Siegel und Hausmarke versehene Waren durften versendet werden.
  
Gewürze waren im gesamten Mittelalter sehr kostbar. Das lag zum einen an den geringen Mengen, die nach Europa gelangten gemessen an der großen Nachfrage nach diesen exotischen Zutaten aus fernen Ländern.
Das geringe Angebot bestimmte also den Preis auf den Märkten und Messen.
Hinzu kommt, das der Gewürzhandel im Orient in den Händen der Muslime lag, und sie die Gewürze aus Indonesien, Indien, und Afrika herbeischafften, oder auf der Seidenstraße handelten. Sie besaßen das Monopol! 
So war es auch nur eine Frage der Zeit, das im ausgehenden Spätmittelalter, mit den neuen Segeltechniken und Werkzeugen sowie dem Bau besserer Schiffe, die Hochseetauglich waren, sich im 15.Jahrhundert die Menschen aufmachten um die legendären Länder und eine Seeroute dorthin selbst zu suchen. Der Weg übers große Meer in Richtung Westen wurde erforscht.
Man wusste dank Kopernikus und Galileo Galilei, dass die Erde rund war, keine Scheibe, wie es irrtümlich lange Zeit angenommen worden war.
 
Wir, die Familie Pepersack fokussieren uns auf die Lebenswelt eines hanseatischen Kaufmann im späten 14. Jahrhundert.
Allerdings können Sie auch Bilder bewundern, die aus der Zeit der burgundischen Mode kommen könnten.
Unsere Gewandungen/Kostüme sind keine 100%ig historisch korrekte Nachbildungen, sondern historisch angelehnt.
Wir orientieren uns an Abbildungen und Überlieferungen, versuchen aber auch mit viel Handarbeit und Fachwissen die Umsetzung möglichst historisch genau umzusetzen.

So erfahren Sie, lieber Besucher, was es hieß ein hanseatischer Kaufmann zu sein.
Auf dieser Webseite erfahren Sie etwas über:

 

Es gibt neue Beiträge in den folgenden Rubriken:

 

 

©Derek Meister, Lesung Hildesheim 2016
©Derek Meister, Lesung Hildesheim 2016

Lebendige Geschichte(Living History)

 

Living History (englisch für „gelebte Geschichte“) nennt man die Darstellung historischer Lebenswelten durch Personen, deren Kleidung, Ausrüstung und Gebrauchsgegenstände in Material und Stil möglichst realistisch der dargestellten Epoche entsprechen. Die Darstellung kann im privaten Rahmen oder bei öffentlichen Veranstaltungen stattfinden.

(Wikipedia)

 

Wir befinden uns, was das Thema "Living History" selbst angeht, erst ganz am Anfang!


Bis jetzt waren wir als Tagesgäste bei Veranstaltungen zu finden, oder mit unserem "Wissens-Kontor" wo wir den Besuchern etwas zur Lebenswelt der spätmittelalterlichen hanseatischen Pfeffersäcke und dem Leben der Familie Pepersack erzählen.
Das Ziel soll es aber sein, in den kommenden Jahren, zum Beispiel am Tag des offenen Denkmals oder anderen Anlässen, bei Veranstaltungen noch mehr über das Alltagsleben in der Zeit des späten Mittelalter zu präsentieren.


Wir sind daran interessiert, die Lebenswelt der Familie Pepersack, hier in Hildesheim, lebendig werden zu lassen. 

So haben wir im April 2016, einen Mittelalter-Aktionstag organisiert, zusammen mit anderen Freunden und befreundeten Vereinen, wie das Hansevolk zu Lübeck und den Verein Vereinte-Banner e.V. und haben alle zusammen, ein Bürgerhaus aus dem Jahr 1510 mit mittelalterlichem Leben gefüllt.

Solche Veranstaltungen wollen wir wiederholen, und uns selbst noch mehr mit dem Thema auseinandersetzen. Denn wie könnte man besser Geschichte vermitteln, indem wir sie zum Leben erwecken, und den Besucher mit allen Sinnen teilhaben lassen?! 

Kostbare Waren aus dem Orient, Färbehölzer, Gewürze, kostbare Brokate, Waren des Alltaggebrauch werden gezeigt, ein spätmittelalterlicher Hausstand einer großbürgerlichen Ratsherren und Kaufmannsfamilie im späten 14. Jahrhundert. 

Zusammen mit interessierten Akteuren und Darstellern aus dieser Zeit können wir in Hildesheim, den Menschen eine Zeitreise in eine längst vergangene Epoche anbieten, die aber sehr eng mit dieser Stadt und ihrer Bewohner verknüpft gewesen ist und bis heute ihre Spuren im Stadtbild hinterlassen hat.

Das Kontor der Familie Pepersack:

die verpackten Waren, warten auf dem Speicherboden....
die verpackten Waren, warten auf dem Speicherboden....

Ein Kontor oder Contor (von französisch comptoir „Zahltisch“, im Postdeutsch auch comtoir) war im Spätmittelalter eine Niederlassung von hansischen Kaufleuten im Ausland und ist eine veraltete Bezeichnung für Büro sowie die Zweigstellen von Banken.
Der Begriff Kontor wird erst seit dem 16. Jahrhundert verwendet. Vorher wurde von Haus oder Hof gesprochen. So heißt beispielsweise das Kontor in Nowgorod Peterhof. (Wikipedia)

 

Das Kontor der Familie Pepersack, war also deren Haus in der Scheelenstrasse, Ostseite.

Wie das Haus ausgesehen haben könnte, kann man heute nicht mehr nachweisen, aber es wird wie viele Häuser, der angesehenen Familien in Hildesheim schon sehr prächtig anzusehen gewesen sein.


Fest steht aber, das der Hildesheimer Zweig der Familie sich im Getreidehandel engagiert hat, aber ebenso auch als Mitglieder der exklusiven Gewandschneider Gilde die Erlaubnis besaß mit auswärtigen Tuchen zu handeln.
Weil es im 14. Jahrhundert unter den sesshaften Kaufleuten noch zu keiner Spezifizierung gekommen ist, werden die Familienmitglieder noch sowohl als Großkaufleute wie auch im Detailhandel tätig gewesen sein. Das bedeutet, sie haben so fast mit allem en gros gehandelt was Profit versprach.
So ist überliefert, das ein Pepersack aus Reval(Talinn, Estland)einer der vielseitigsten Kaufleute seiner Zeit gewesen ist.(16.Jhd.)
Der Lübecker Familienzweig hat zum Beispiel größere Kupfergeschäfte mit dem Herzog von Schleswig abgeschlossen und besaß Anteile an den Wechselbuden auf dem Lübecker Marktplatz.

 

Auch werden die einzelnen Familienzweige miteinander geschäftlich eng verbunden gewesen und voneinander profitiert haben, so wie es ab dem 13. Jahrhundert durchaus üblich gewesen ist.

Alle Mitglieder der einzelnen Familienzweige waren in ihren jeweiligen Heimatstädten im Rat der Stadt als Ratsherren tätig, womit sie unmittelbaren Zugang zur städtischen Macht hatten und somit für ihre Familiengeschäfte nützlich waren.

Während der Hansetage, wo die Abgesandten der einzelnen Hansestädte tagten und Beschlüsse der Hanse fassten, haben auch immer wieder die einzelnen Familienverbände die Zusammenkünfte für ihre Zwecke genutzt um ökonomische und politische Netzwerke, in ihrem Sinne, zu knüpfen.

 

Heute ist mein Kontor lediglich ein Onlineshop, wo sich der interessierte Besucher mit den Waren des Mittelalter eindecken kann.
Im Rahmen der Wissensvermittlung, erzähle ich etwas zur Lebensweise der hanseatischen Kaufleute, zu deren Ausbildung, über die Warenkunde und über den Alltag eines hanseatischen Pepersack.
Hierbei präsentiere ich auch die Waren, womit ein hanseatischer Großkaufmann sehr wahrscheinlich zu tun gehabt hat.

 


Unser Kontor in der Wissensvermittlung- Das Leben der hanseatischen Kaufleute im späten Mittelalter- Wir besuchen Schulen und Kindergärten.

Wir sind nicht nur als Tagesgäste auf Mittelalter Märkten unterwegs, sondern haben auch selbst einen kleinen Informations- und "Marktstand" aufgebaut, mit dem wir auf Märkten, in Schulen oder bei sonstigen Veranstaltungen im mittelalterlichen Rahmen, den Besucher über die Lebenswelt und Handelsgebräuche der hanseatischen Kaufleute des späten Mittelalter informieren.

Dazu bieten wir:

  • Gewürz- und Kräuter Quiz
  • den mittelalterlichen Taschenrechner(Rechentuch)
  • Allerlei Handelswaren (Felle, Pelze, Rohwolle, Tuchware, Geschirr, uvm.
  • Werkzeuge(Waage, Münzen, Schneiderelle,...)  eines Kaufmann, Skriptorium(Schreibstube im Aufbau)
  • Gewandung, Kettenhemd+ Haube, Helm, Alltagskleidung

 

Die Familie Pepersack gehörte zu den reichsten Familien aus Hildesheim und besaß zur damaligen Zeit viel Grundbesitz.

Die Familie Pepersack besaß rund um Hildesheim, im Hildesheimer Umland über 100 Morgen Land (Ein Morgen (Mg) war ein bis etwa 1900 in Deutschland verwendetes Flächenmaß von 2500 bis 3500 Quadratmetern. Das Maß wurde durch jene Fläche bestimmt, die mit einem einscharigen Pferde- oder Ochsenpflug an einem Morgen pflügbar ist.-Wikipedia) und einige Hofstellen und Zehntfreie Höfe.

Siegel des Heinrich Pepersack,1361
Siegel des Heinrich Pepersack,1361

In der Familienchronik des Hans Schlotter über die Familie Pepersack:

Die Familie Pepersack war seit 1257 als Ratsmitglied in der Altstadt überliefert. Sie besaßen also das Bürgerrecht und waren Mitglieder des Rates, darüber hinaus übten sie aber auch  Tätigkeiten als Vorsprecher und Dingmänner im dompröpstlichen Vogteigericht in der Hildesheimer Neustadt aus.

War das ein Hinweis darauf, dass die Familie ursprünglich aus der Schicht der bischöflichen Ministerialen kam, und sich ab 1257 als Stadtbürger niedergelassen haben? Das würde zumindest erklären, das sie schon vor 1257 über ein gewisses Vermögen und Grundbesitz verfügten, welches ihnen ermöglicht hat, so schnell in die Führungsschicht der Stadt aufzusteigen.

Mit was die Familie Pepersack im einzelnen ihren Reichtum erworben hat, ist nicht nachvollziehbar. Aber sie waren Mitglieder in der exklusiven Gilde der Gewandschneider, welche das alleinige Recht besaßen mit dem Ausschnitt von auswärtigem Tuch zu handeln.
Bedeutet also, dass sehr wahrscheinlich der Tuchhandel mit gewebten Wollstoffen aus Flandern und Italien, mit exklusiven Brokatstoffen oder dem kunstvoll gewebten Damast, die Pepersack einen Großteil ihres Reichtums zu verdanken haben.
Ferner sind Messe Geschäfte auf der Frankfurter Messe nachgewiesen oder der Getreidehandel.

Sehr wahrscheinlich, wird die Familie Pepersack, wie es im ausgehenden 13. Jahrhundert üblich gewesen ist, für die kaufmännische Führungsschicht in den Städten, als Großhändler mit so fast allem gehandelt haben, was Profit versprach.
Und ihrem Familiennamen nach, könnte sogar auch der eine oder andere Sack kostbarer orientalischer Gewürze dabei gewesen sein.

Die Chronik der Familie Pepersack(Hans Schlotter)

Pepersack-Familie.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.1 MB

Die Besitzungen der Familie Pepersack....

Das Bild der mittelalterlichen Siedlung Hildesheim war im hohen Mittelalter noch sehr ländlich geprägt. Eine dichte Bebauung gab es nach Ansicht der Fachleute(Archäologen und Historiker) noch nicht.
Ab dem 11. Jahrhundert(1000) hat Bischof Bernward die Domburg mit einer Steinmauer und Wehrtürmen umgeben lassen, als Schutz gegen Überfälle der Normannen und benachbarte Stämme. Ab 1010 begann der Bau der als "Gottesburg" bekannten Michaeliskírche die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Dort siedelte er auch den Benediktiner Orden im benachbarten Kloster an.

Zwischen Domburg und Michaeliskloster und Kirche am Rande der beiden Handelsrouten(Ost-West-Westfälischer Hellweg;Nord-Süd) siedelten sich Handwerker, Kaufleute und allerlei Dienstleistung für die durchziehenden Handelskarawanen und Reisenden(Pilger,Geistliche, Wanderkaufleute, Boten) an, es gab sehr wahrscheinlich Herbergen(in allen Preisklassen), Mietställe, Wagenbauer, Stellmacher und noch viel mehr an nützlichen Handwerk.
Die bischöflichen Ministerialen, die nicht das Geld und Prestige besaßen, um innerhalb der Domburg zu leben, siedelten sich im Bereich zwischen Domburg und Michaeliskirche an(Alter Markt) und bauten dort befestigte Höfe mit Wirtschaftsgebäude und vielleicht einem steinernen Wohnturm(?)(Bergfried).


Ein Hinweis auf die alte Kaufmannsfamilie Pepersack, in Hildesheim

Pepperworth

Datum: (1413) 1849
Stadtteil: Zentrum
Die Pepperworth, als Flurname für ein Grundstück, eine Wort (Wurte), wird 1413 erstmals genannt, bezeichnet ohne Zweifel als sog. "Klammerform" (weil ein Wortteil "ausgeklammert", ausgeschieden wurde) eine Wort der Hildesheimer Femhändlerfamilie Pepersack, und so erscheint z. B. 1415 unmittelbar nebeneinander "der Pepersecke gharde" (Garten) und "de garde in der Peperwort", so dass der Ursprung klar sein dürfte: "Peper(secke)worth". Im 17. Jahrhundert kommt der Name des Öfteren auch hochdeutsch als "Pfefferworth" vor. Als Straßenname ist er erstmals im Adressbuch 1849 aufgeführt.

Das Haus der Familie Pepersack....

Middelaldercentret i Nykøbing
Middelaldercentret i Nykøbing

Wie das Haus der Familie Pepersack ausgesehen haben mag, vermag keiner zu sagen, es gibt keine Spuren mehr davon.
Wo es aber gestanden hat, erzählt die Familienchronik, und zwar in der Scheelenstraße, Ostseite. Wo genau in der Scheelenstrasse lässt sich nicht sagen.
Und wie es genau ausgesehen hat, ob ein Ständerbau mit dem für Hildesheim typischen Fachwerk, reich verziert und mit Holzschindeln gedeckt, oder vielleicht sogar ein steinernes Erdgeschoß, mit Lager in einem Keller und mit mehreren Obergeschossen, als Fachwerkaufbau und den typischen Speicherböden für ein Kaufmannshaus. Niemand vermag es zu sagen. Wir können aber davon ausgehen, das die Familie Pepersack als Ratsfamilie und mit finanziellen Vermögen und Grundbesitz ausgestattet demzufolge ein repräsentatives Stadthaus bewohnt haben mag, zusammen mit dem Gesinde.


Das Dielenhaus eines Kaufmanns

Das städtische Dielenhaus ist sowohl in Fachwerk- als auch in Massivbauweise anzutreffen. Hauptkennzeichen des Dielenhauses ist die große, oftmals über zwei Geschosse reichende hohe Diele, die einen beträchtlichen Teil des Gebäudes einnimmt. Sie diente zugleich als Hauptaufenthalts- und Arbeitsraum. Das Dielenhaus hatte sich im Mittelalter vermutlich aus dem Einhaus entwickelt, das, wie der Name bereits andeutet, nur einen großen ungeteilten Raum enthielt. Dielenhäuser wurden sowohl von wohlhabenden Kaufleuten als auch von Handwerkern errichtet.

 

Zahlreiche Beispiele für Dielenhäuser finden sich heute noch in den kleineren Städten Norddeutschlands wie Wiedenbrück oder Blomberg. Die kleineren, fast durchweg in Fachwerk errichteten Bauten wurden aufgrund ihrer vordergründigen Ähnlichkeit mit dem bäuerlichen Hallenhaus häufig auch als Ackerbürgerhäuser bezeichnet. Diese Bezeichnung ist jedoch kaum zutreffend und durch neuere Forschungsergebnisse inzwischen relativiert worden. Ihre Bewohner lebten in der Regel nicht von der Landwirtschaft, sondern gingen verschiedenen, meist handwerklichen Berufen nach. Die Landwirtschaft wurde nur im Nebenerwerb betrieben. Das Vieh war nicht auf der Diele, sondern in gesonderten Ställen auf dem rückwärtigen Teil des Grundstückes untergebracht. In Stein errichtete Dielenhäuser finden sich vor allem in den größeren Hansestädten wie z.B. Lübeck, Wismar und Lemgo. Sie befanden sich meist im Besitz begüterter Kaufleute. Bekannte Vertreter dieser Variante sind u.a. das Dielenhaus (Stralsund) und das Hexenbürgermeisterhausin Lemgo.

(Wikipedia)

 

In Lübeck wurde eines der Dielenhäuser orginalgetreu wieder restauriert und herrgerichtet.

 

http://www.dielenhaus.de/

 

Ein großes Projekt wäre es, solch ein Dielenhaus in Hildesheim aufzubauen, und mit Leben zu erfüllen!
Mit Büroräumen, mit Fremdenzimmer, zu vermieten, die große Diele kann für kulturelle Veranstaltungen aller Art genutzt und gemietet werden, das Haus als Wohn und Geschäftshaus zu nutzen!

Die Familie Lautensack, aus dem Hildesheimer Stadtmuseum
Die Familie Lautensack, aus dem Hildesheimer Stadtmuseum

Die Sonderausstellung „Familie Lautensack. Ein Michaelistag im Mittelalter“ ist der stadtgeschichtliche Beitrag zum Jubiläumsjahr Michaelis 2010. Sie bietet zum einen grundlegende Informationen zur Entwicklung Hildesheims unter Bischof Bernward und seinen Nachfolgern und stellt zum anderen das Alltagsleben in einer mittelalterlichen Stadt anschaulich dar.

Die Protagonisten der Ausstellung sind der Schneidermeister Antonius Lautensack (36 Jahre), seine Frau Alheidis (30 Jahre) sowie deren Kinder Lukas (14 Jahre), Katharina (11 Jahre) und Bernward (4 Jahre). Auch die 17-jährige Dienstmagd Anna Pauer lebt im Haus der Lautensacks. Die Besucher begleiten diese fiktive Handwerkerfamilie durch den Michaelistag (Freitag, den 29. September) des Jahres 1480 – vom Aufstehen bis zum Schlafengehen.

Die Mittelalter- Tanzgruppe "Gaudium in Saltando" bittet zum (mittelalterlichen)Tanz:

Wir treffen uns regelmäßig zum mittelalterlichen Tanzen.

  • Unser nächster Termin(Training) ist der 27.05.2016

Unser Ziel ist es, ein Ensemble aufzubauen, welches ein Repertoire an Tänzen des Mittelalter einstudiert, und bei mittelalterlichen Veranstaltungen mitwirken kann.


Einfache Kreis- und Reigentänze wollen wir erstmal lernen:

  • Tourdion
  • Ungaresca
  • Shiarazula Matzula
  • Chapelloise
  • Mulberry Garden
  • Branle du chevaux
  • Branle du rats

 

Wer Lust und Zeit hat, ist herzlich eingeladen mitzuwirken und zu tanzen!
Mehr Infos bekommt ihr via Mail bei mir!

Die Pepersack Tour durch Hildesheim(für Einzelführungen und Kleingruppen)

Einzel-Kostümführung- €15,00/Person und Stunde

 

Als ausgebildeter Stadtführer(VHS) biete ich gewandete Stadtführungen durch Hildesheim an.

 

  • "Auf den Spuren der Pfeffersäcke und der Familie Pepersack"; 

 

 Mit dem Pepersack auf Tour durch Hildesheim, für €15,00/Person+Stunde führe ich einzelne Gäste oder eine Kleingruppe(bis max. 5 Personen) durch Hildesheim.

Sie lernen die Häuser der stolzen Bürger kennen, erfahren sehr viel über die mittelalterliche Geschichte Hildesheim.

15,00 €
zahlungspflichtig bestellen
  • verfügbar

Für Terminabsprachen kontaktieren Sie mich bitte!

Mittelalter in Hildesheim

Gruppenfoto zur Lesung am 23.4. mit Derek Meister(Mitte).
Gruppenfoto zur Lesung am 23.4. mit Derek Meister(Mitte).

Hildesheim feierte 2015 das 1200 jährige Bestehen des Bistum Hildesheim. Die Entwicklung der Altstadt von Hildesheim ist eng mit dem Bistum verbunden, wenn auch das erste urkundliche Stadtrechtsprivileg aus dem Jahre 1249 stammt. 

Seit ein paar Jahren versuche ich, im sozialen Netzwerk von Facebook, Gleichgesinnte aus dem Bereich: "Mittelalter-Darstellung" dafür zu begeistern, sich in einer Gemeinschaft hier in Hildesheim zu engagieren.
Bis heute haben wir Hildesheimer, Braunschweiger, Gifhorner und Hannoveraner in der Gemeinschaft, also Mitglieder aus dem gesamten Bistum Hildesheim.

Mit Belebungen in Denkmalgeschützten Häusern, oder kleineren Veranstaltungen, wollen wir auch in Hildesheim das (spät)mittelalterliche Leben wiedererwecken. 

Auf dem Foto sind auch Mitglieder des Verein:Das Hansevolk zu Lübeck e.V. zu erkennen, die uns freundschaftlich dabei unterstützt haben, einen Mittelalter Aktions und Schnuppertag mit anschließender Lesung umzusetzen.
Auch der Verein Vereinte Banner e.V. aus dem benachbarten Barienrode unterstützt uns dabei.

Ein Projekt ist die Aufstellung einer spät-mittelalterlichen Stadt- und Torwache, des 14. Jahrhundert, die bei zukünftigen Veranstaltungen einen festen Platz einnehmen wird.

Wir suchen immer nach interessierten Mittelalter Freunden aus den benachbarten Regionen, die sich unserer Mittelalter-Interessengemeinschaft anschließen möchten.

Wer Interesse hat, kann gerne Kontakt mit uns aufnehmen!


Mittelalter-Fotoshooting (2015)
Mittelalter-Fotoshooting (2015)
Tag der Niedersachsen,Hildesheim (2015)
Tag der Niedersachsen,Hildesheim (2015)

Unser Kontor bietet:

Hier finden Sie eine kleine Übersicht aus der Vielfalt der Waren, die wir Ihnen anbieten können.

Wir sind aber KEIN Einzelhandel oder betreiben Lagerhaltung, somit stehen keine realen Waren zur Verfügung oder werden von uns versendet.
Es kann es passieren, dass gewünschte Artikel nicht lieferbar sind, weil der Erzeuger oder Hersteller keine Artikel mehr auf Lager hat.

Wir bieten:

  • frische Gewürze von pure! Gewürzmanufaktur
  • Pech, der leckere Lakritz Likör aus dem bergischen Land
  • Weihrauch und Räucherwerk
  • hist. Schuhwerk von CP-hist. Schuhe
  • historische Stoffe von Sartor.cz
  • Mittelalter- Kleidung von Burgschneider
  • Lederwaren und Accessoires vom Marketender


Wir betätigen uns als Makler und vermitteln zwischen Angebot und Nachfrage!

Mittelalter Kleidung und Accessoires von "Burgschneider"

historische Stoffe aus Brokat und Damast

Die Familie Pepersack befindet sich vom 27.6.2016-16.7.2016 im wohlverdienten Urlaub!!!

 

Anfragen und Bestellungen in unserem Onlineshop werden während dieser Zeit nur sehr eingeschränkt von mir bearbeitet werden!!

Diebstahl und Einbruch lohnen sich bei uns nicht!!! 

 

Wir haben keinen Einzelhandel, kein Lager=> KEINE WAREN vorrätig!!

Zudem sehr wachsame Nachbarn, einen Kampfhund, der unser Haus mit seinem Leben verteidigt und eine Alarmanlage!!

Wappen der Familie Pepersack
Wappen der Familie Pepersack
Siegelmarke
Siegelmarke

Mitglied im Händlerbund

Zahlen Sie mit PayPal, Kreditkarte oder EC!

Besuchen Sie doch mal unser Kontor:

Mittelalter in der Schule oder im Kindergarten??

Unser Mittelalter-Infostand
Unser Mittelalter-Infostand

Mittelalter- Tanzgruppe

Der nächste Termin:27.05.2016
Der nächste Termin:27.05.2016

Pepersack-Tour durch Hildesheim

Kontakt:hanebuth(at)web.de
Kontakt:hanebuth(at)web.de

Der Pepersack ist nun auch beim "Kulturium" zu finden!!

Kultur in der Region Hildesheim
Kultur in der Region Hildesheim

Die Stadt-/Torwache Hildesheim

Historische Schuhe von CP, hier im Kontor erhältlich!

hist.Schuhe
hist.Schuhe

Keine Versandkosten!!

Geschirr& Co von Akru Keramik

Historische Textilien von Sartor.cz

Der leckere Lakritz-Likör aus dem bergischen Lande!

Gewandungen für die Herren und Damen

Lederaccessoires,Taschen, Börsen, Gürtel....

Leckere und frische Gewürze aus der Gewürzmanufaktur:

Der neue Städtebund:"Die Hanse"

Die Hildesheimer Kartause:

Hildesheim

Initiative Neustadt-Hildesheim

Hansischer Geschichtsverein:

Das Bistum Hildesheim

Diekholzen

Projekt Alt Hildesheim

Die ratsherrliche Gewandschneider Gilde

Das Siegel der Gewandschneider-Gilde
Das Siegel der Gewandschneider-Gilde

Das Dielenhaus(Lübeck)

Pepersacks Kontor bei Facebook:

11-12.6.16 Lamme(BS)

26.6.2016             Umzug Hildesia Stadtfest,Hildesheim

Mittelalter-Verein: Vereinte Banner e.V.

Das Hansevolk zu Lübeck e.V.

Europäisches Hansemuseum,Lübeck

Schloss Berlepsch:

Der Verein: "Mittelalter leben e.V."

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Mittelalter Radio:

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